Hangman – Daniel P. Cole [Rezension]

Montag, April 16, 2018

Bücherblog Thriller Bestseller Ragdoll Action Kurzmeinung:

Eine etwas enttäuschende Fortsetzung von Ragdoll. Über die bekannten Ermittler habe ich mich gefreut und auch die tolle Mischung aus Spannung und Humor ist in Anklängen wieder zu finden. Die große Begeisterung blieb dieses Mal allerdings aus. Der Fall ist mir zu verworren und will ein bisschen zu viel. Auch der Witz kommt mit hier etwas zu kurz. Insgesamt trotzdem ein guter Thriller, der aber nicht an seinen Vorgänger heranreichen kann. 

Bewertung: nicht ganz 3 Sterne 


Klappentext:

In New York wurde ein Toter an der Brooklyn Bridge aufgehängt, das Wort „Köder“ tief in seine Brust geritzt. Das lässt nur einen Schluss zu: Ein Killer kopiert den berühmten Londoner Ragdoll-Fall. Chief Inspector Emily Baxter wird sofort von den US-Ermittlern angefordert.
In den USA ist der Druck der Medien enorm. Als ein zweiter Toter entdeckt wird, diesmal mit dem Wort "Puppe" auf der Brust, dreht die Presse völlig durch und mit ihr die Internet-Communities.
Baxter und ihre Kollegen von FBI und CIA werden zum Spielball des grausamen Mörders – wer kann seinen Irrsinn stoppen? Und wer hält im Hintergrund die Fäden in der Hand?



Meine Meinung: 

Daniel Cole hat mit "Hangman – das Spiel des Mörders" einen soliden Thriller geschrieben. Der Fall knüpft an den vorherigen Band an schafft so eine gute Fortsetzung der Geschichte. Wir treffen bekannte Charaktere wieder, aber ein paar neue Gesichter sorgen auch für frischen Wind. 
Heimlicher Star von "Ragdoll" war für mich ja Edmunds. Für den Charakter hätte ich mir in dem neuen Band mehr Platz gewünscht. 
Gut fand ich hingehen die Entwicklung von Baxter. Sie hat weiterhin ihre toughe, fast schon ruppige Art, hat aber eben auch einen weichen Kern. Ihre Entwicklung sieht man vor allem in ihrer Beziehung zu Thomas. Das ließ Baxter für mich sehr menschlich wirken und schafft einen guten Ausgleich zu den Handlungssträngen, die sich um die brutalen Morde drehen. 

Insgesamt war mir dieser zweite Teil leider zu verwirrend. Das lag nicht nur, aber auch an dem komplexen Fall, bei dem sehr viele verschiedene Personen beteiligt sind und die Verdächtigen gefühlt ständig wechseln. Hinzu kamen die nicht gerade wenigen Toten, die dann auch jeweils mit Beruf, Familie etc vorgestellt wurden. Da bin ich dann schon mal durcheinander gekommen. 
Für Verwirrung sorgten bei mir auch die zwei Ermittlungsorte – London und New York – mit jeweils mehreren verschiedenen Ermittlern und Ermittlerinnen. Außerdem gab es dann auch noch mehrere Zeitebenen mit Rückblicken und Zeitsprüngen. Das war dann doch etwas zu viel des Guten und irgendwann habe ich einfach den Überblick verloren.  

Der ganze Band wirkt irgendwie so, als hätte er von allem zu viel gewollt. Zu viele Ermittler, zu viele Verdächtige, zu viele Leichen, zu viel Blut und zu viel Action. Das wirkte dann im Gesamtbild zu überladen, zu konstruiert und zu verworren. 

Dennoch hatte der Thriller auch seine positiven Seiten. Ich mag die "alten" Charaktere einfach sehr und Baxter und Edmunds Entwicklung habe ich gern verfolgt. Auch den ein oder anderen Neuen fand ich ganz interessant. Die Idee des Falls hat mir auch gefallen und zwischendurch gab es auch viel Spannung. Gerade beim großen Showdown konnte ich das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen. 
Neben dem vielen Blut und der ganzen Action konnte mich Cole auch in Hangman wieder ab und zu zum Schmunzeln bringen. Die Kombination von Spannung und Humor ist aber nicht ganz so gut gelungen, wie im ersten Band. 


Bücherblog Bestseller New Scotland Yard Thriller Ragdoll

Fazit: 

Begeistern konnte mich Hangman nicht. Der Fall ist verwirrend, überladen und dadurch an vielen Stellen unglaubwürdig. Was es für mich wieder rausreist, sind die Charaktere. Vor allem Baxter und Edmunds habe ich Teil 1 so ins Herz geschlossen, dass ich mich gefreut habe, wieder mehr von ihnen zu lesen. Außerdem hat Cole auch wieder eine gute Portion britischen Humor eingebaut. Ich hoffe, dass er sich im nächsten Fall wieder mehr darauf konzentriert, und die überladenen Actionszenen und das große Gemetzel weglässt. 

Um Hangman nicht noch verwirrender zu machen, als es ohnehin schon ist, würde ich auf jeden Fall empfehlen vorher den ersten Band "Ragdoll" zu lesen. 


Biblio
Verlag: Ullstein 
Übersetzung: Conny Lösch
Seiten: 480
Preis: 15,00€ (Taschenbuch), 12,99€ (eBook)

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. 


Das könnte dir auch gefallen: 


Ragdoll – Daniel P. Cole 
--> Band 1 der "New Scotland Yard" Reihe 

Oxen – Jens Henrik Jensen

Anonym – Poznanski & Strobel

Selfies – Jussi Adler-Olsen



Plauderecke: 

Habt ihr "Hangman" schon gelesen? Wart ihr auch enttäuscht, oder hat euch die Fortsetzung gut gefallen? 
"Ragdoll" fand ich ja so super, dass die Erwartungen an "Hangman" auch sehr hoch waren. Haben es zweite Bände bei euch dann auch immer so schwer, wenn der erste Teil euch begeistert hat? 

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