Indiebookday 2018 - Buchtipps & Verlage

Freitag, März 23, 2018

Yaaaay, am 24. März ist Indiebookday! Was der Indiebookday ist? Ein ganz besonderer (und besonders toller) buchiger Feiertag. 




Am Indiebookday stehen die unabhängigen und kleinen Verlage im Mittelpunkt.

Wir alle kennen die großen Verlage, sei es Piper, Ullstein oder Rowohlt. Sie bringen jährlich viele Bücher raus, können viel Geld für Werbung ausgeben und sind in der Buchwelt sehr präsent. 
Doch es gibt auch so viele tolle kleine Verlage. Die vielleicht pro Saison nur ein Buch rausbringen. Von denen einige Leser_innen noch nie gehört haben. Die aber auch ganz wundervoll sind. 

Und um diese kleinen, unabhängigen Verlage soll sich am Indiebookday alles drehen! 

Um den Indiebookday zu feiern, sind alle Leserinnen und Leser aufgerufen, am Samstag, den 24. März in eine (am besten natürlich unabhängige) Buchhandlung ihrer Wahl zu gehen und ein Buch aus einem Indieverlag zu kaufen. Wer mag, kann seine Buchausbeute dann mit dem Hashtag #indiebookday auf den social media Kanälen, dem Blog etc teilen. So verbreiten wir eine große Portion Liebe für die kleinen und unabhängigen Verlage und die Bücher, die dort erscheinen. Da gibt es nämlich wirklich tolle Schätze zu entdecken, die viel mehr Aufmerksamkeit verdienen! 

Ihr habt gar keine Idee, welche Indievrlage es gibt, oder was toller Lesestoff für diesen Tag wäre?

Kein Problem. Zur Feier des Tages möchte ich euch ein paar unabhängige Verlage vorstellen und liefere gleich auch noch je einen Buchtipp mit dazu. 




Voland & Quist

Bestseller von Beka Adamaschwili 

Klappentext: 
Pierre Sonnage, ein erfolgloser Schriftsteller, sieht seine einzige Chance auf Ruhm im Selbstmord und springt kurzerhand von einem Wolkenkratzer. Doch statt im Bestsellerhimmel landet er in der Literatenhölle. Hier trifft er nicht nur auf Dante, Kafka, Hemingway und all die anderen VIPs, sondern muss sich Rätseln stellen, so überfrachtet und verschlüsselt, wie er sie nur aus seinen eigenen Romanen kennt. Eine irrwitzige Reise beginnt.
Zur Rezension "Bestseller". 



Frankfurter Verlagsanstalt 

Dunkelgrün fast schwarz von Mareike Fallwickl 

Klappentext: 
Raffael, der Selbstbewusste mit dem entwaffnenden Lächeln, und Moritz, der Bumerang in Raffaels Hand: Seit ihrer ersten Begegnung als Kinder sind sie unzertrennlich, Raffael geht voran, Moritz folgt. Moritz und seine Mutter Marie sind Zugezogene in dem einsamen Bergdorf, über die Freundschaft der beiden sollte Marie sich eigentlich freuen. Doch sie erkennt das Zerstörerische, das hinter Raffaels stahlblauen Augen lauert. Als Moritz eines Tages aufgeregt von der Neuen in der Schule berichtet, passiert es: Johanna weitet das Band zwischen Moritz und Raffael zu einem fatalen Dreieck, dessen scharfe Kanten keinen unverwundet lassen. Sechzehn Jahre später hat die Vergangenheit die drei plötzlich wieder im Griff, und alles, was so lange ungesagt war, bricht sich Bahn – mit unberechenbarer Wucht. Mareike Fallwickl erzählt von Schatten und Licht, Verzweiflung und Sehnsucht, Verrat und Vergebung. Ihr packendes Debüt bringt alle Facetten der Freundschaft zum Leuchten, die Leidenschaft, die Sanftheit – und die Liebe, in ihrer heilsamen, aber auch funkelnd grausamen Pracht.



Mare Verlag 

Nordwasser von Ian McGuire 

Klappentext: 
Henry Drax kennt kein Gewissen. Er ist Harpunierer auf der Volunteer, einem Walfangschiff, das von England Kurs auf die arktischen Gewässer der Baffinbucht nimmt. Ebenfalls an Bord ist Patrick Sumner, ein Arzt von zweifelhaftem Ruf, der glaubt, schon alles gesehen zu haben – nicht ahnend, dass seine größte Prüfung noch bevorsteht, nachdem er Drax einer ungeheuerlichen Tat überführt hat. Während sich der Konflikt zwischen den beiden Männern zuspitzt, wird auch der eigentliche Sinn der verhängnisvollen Expedition zunehmend klar . . .
Die erschütternde Schönheit und Einsamkeit des Nordpolarmeers bilden die Kulisse für Ian McGuires dramatischen Roman um Gut und Böse, eine in ihrer philosophischen und psychologischen Dimension zeitlose Geschichte über die tiefsten Abgründe des menschlichen Herzens.




Eisele 

Sag den Wölfen, ich bin zu Hause von Carol Rifka Brunt 

Klappentext: 
New York, 1987: Eigentlich gibt es nur einen Menschen, der June Elbus je verstanden hat, und das ist ihr Onkel Finn Weiss, ein berühmter Maler. Als Finn viel zu jung an einer Krankheit stirbt, deren Namen ihre Mutter kaum auszusprechen wagt, steht in Junes Leben kein Stein mehr auf dem anderen. Auf Finns Beerdigung bemerkt June einen scheuen jungen Mann, und ein paar Tage später bekommt sie ein Päckchen. Darin befindet sich die Teekanne aus Finns Apartment – und eine Nachricht von Toby, dem Fremden. Wer ist dieser Mann, der behauptet, Finn ebenso gut zu kennen wie June selbst? Zunächst ist June misstrauisch, doch dann beginnt sie sich heimlich mit Toby zu treffen, und sie erfährt, dass es gegen Trauer ein Heilmittel gibt: Freundschaft und Zusammenhalt.



Verlag Antje Kunstmann 

Singt, ihr Lebenden und ihr Toten, singt von Jesmyn Ward 

Klappentext: 
Jojo und seine kleine Schwester Kayla leben bei ihren Großeltern Mam and Pop an der Golfküste von Mississippi. Leonie, ihre Mutter, kümmert sich kaum um sie. Sie nimmt Drogen und arbeitet in einer Bar. Wenn sie high ist, wird Leonie von Visionen ihres toten Bruders heimgesucht, die sie quälen, aber auch trösten. Mam ist unheilbar an Krebs erkrankt, und der stille und verlässliche Pop versucht, den Haushalt aufrecht zu erhalten und Jojo beizubringen, wie man erwachsen wird. Als der weiße Vater von Leonies Kindern aus dem Gefängnis entlassen wird, packt sie ihre Kinder und eine Freundin ins Auto und fährt zur »Parchment Farm«, dem staatlichen Zuchthaus, um ihn abzuholen. Eine Reise voller Gefahr und Hoffnung. Jesmyn Ward erzählt so berührend wie unsentimental von einer schwarzen Familie in einer von Armut und tief verwurzeltem Rassismus geprägten Gesellschaft. Was bedeuten familiäre Bindungen, wo sind ihre Grenzen? Wie bewahrt man Würde, Liebe und Achtung, wenn man sie nicht erfährt? Singt, ihr Lebenden und ihr Toten, singt ist ein großer Roman, getragen von Wards so besonderer melodischer Sprache, ein zärtliches Familienporträt, eine Geschichte von Hoffnungen und Kämpfen, voller Anspielungen auf das Alte Testament und die Odyssee.



Septime

 Einsame Schwestern von Ekaterine Togonidze

Klappentext: 
Die siamesischen Zwillinge Lina und Diana sterben unter mysteri­ösen Umständen. Erst danach erfährt ihr Vater Rostom von deren Existenz, und dann, Seite für Seite, über das Leben seiner Töchter und deren unterschiedliche Persönlichkeiten in ihren ergreifenden Tagebucheinträgen.

Die beiden gegensätzlichen Stimmen zeichnen ihre außergewöhnlichen Er­­fahrungen als zwei getrennte Personen auf, die sich einen Körper teilen müssen. Bis ins Teenager-Alter werden die verletzlichen Zwillinge von der Außenwelt verborgen und von der Großmutter umsorgt, die darum kämpft, die beiden in einem verarmten post­sowjetischen Georgien zu beschützen – einer Gesellschaft mit wenig Mitgefühl für Behinderte. Nachdem die Großmutter stirbt, sind Lina und Diana wehrlos und fallen jeder Art von Misshandlung zum Opfer. Sie werden sexuell und psychisch missbraucht, sie werden gezwungen, als Freaks im Zirkus zu arbeiten.

Von der Taille abwärts verbunden, bleibt den Schwestern als einziger Rück­zugsort die Welt ihrer Tagebücher: Lina, unbeschwert und glücklich, ist fähig, sich zu verlieben, schreibt Gedichte, hat eine optimistische und romantische Seele und erfreut sich an den kleinen Dingen des Lebens. Diana, angespannt und bodenständig, kann ihre Situation nicht akzeptieren.



CultureBooks 

In Gesellschaft kleiner Bomben von Karan Mahajan 

Klappentext: 
Die Khurana-Brüder schlendern zusammen mit ihrem Schulkameraden Mansoor Ahmed über einen gut besuchten Markt in Delhi. Ohne Vorwarnung kommt es zur Katastrophe: Neben ihnen explodiert eine Bombe – eine der vielen »kleinen« Bomben, die von der Welt kaum beachtet werden – und reißt die Khurana-Brüder in den Tod. Mansoor überlebt, doch der Bombenanschlag hinterlässt Spuren an Körper und Seele.

Nach einem kurzen Aufenthalt an einer amerikanischen Universität kehrt Mansoor nach Delhi zurück, wo seine Suche nach einem Platz im Leben immer radikalere Formen annimmt …

Eng verwoben mit der Geschichte der Familien Khurana und Ahmed ist die des kaschmirischen Bombenbauers Shockie, der bereit ist, sein Leben für die Unabhängigkeit seines Vaterlands zu opfern.

Karan Mahajans Roman ist außergewöhnlich komponiert: Er beginnt buchstäblich mit dem großen Knall – und zeichnet dann die vielen Druckwellen nach, die die Bombenexplosion bei allen Beteiligten ausgelöst hat: Welche Auswirkungen hat ein solcher Terrorakt auf die Betroffenen? Auf die Angehörigen? Auf die Gesellschaft? Wie werden Menschen zu Terroristen? Mahajan folgt keinen wohlbekannten Narrativen über Terrortäter und ihre Opfer. Er nähert sich differenziert, originell und nicht ohne Humor einigen der wichtigsten Fragen unserer Zeit.


Secession 

Boy Erased von Garrard Conley 

Klappentext: 
Was bleibt, wenn einem alles genommen, wenn sogar die Identität ausradiert werden soll? Wie erinnert man sich an die Zeit, in der man ausgelöscht werden sollte?
2004 in Arkansas im sogenannten Bible Belt der USA: Ein Bekannter outet den neunzehnjährigen Garrard Conley gegen seinen Willen vor den Eltern als homosexuell. Seit Jahren schon kämpft Conley gegen die Scham, die ihm als einzigem Sohn eines Baptistenpredigers eingeimpft ist. Er selbst ist tief verwurzelt in einer christlich-fundamentalistischen Gemeinde, in einer Gesellschaft, die die Bibel beim Wort nimmt, in der nichts geduldet wird, was nicht der unabänderlichen Norm entspricht. Unvermittelt steht er vor der Entscheidung seines Lebens: Stimmt er einer Konversionstherapie zu, einem kirchlichen Programm, das ihn in zwölf Schritten von seiner Homosexualität ›heilen‹, von unreinen Trieben säubern, seinen Glauben festigen und aus ihm einen ex-gay machen soll, oder riskiert er, seine Familie, seine Freunde und den Gott, zu dem er an jedem Tag seines Lebens gebetet hat, zu verlieren? Soll er sein äußeres Leben auslöschen oder sein Inneres?
Garrard Conley spürt den komplexen Beziehungen von Familie, Glauben und Gemeinschaft nach und zeichnet dabei ein Bild von einem Amerika, mit dem wir heute mehr denn je konfrontiert sind. Doch Conley versucht dabei auch stets jene zu verstehen, die ihm aus gutem Glauben heraus so viel Schmerz zugefügt haben.
Dieser Lebensbericht lässt einen frieren angesichts der Kälte, mit der Fundamentalisten in den USA anderen ihre Ideologie überstülpen. Aber »Boy Erased« ist auch ein Zeugnis der Liebe, die trotzdem überleben kann.


Plauderecke

So, dass waren meine 8 Verlags- und Buchtipps. Jetzt seid ihr gefragt. Welche kleinen und unabhängigen Verlage liegen euch besonders am Herzen? Habt ihr noch weitere Buchtipps für mich? Lasst es mich gern hier in den Kommentaren wissen oder teilt eure Vorschläge mit dem Hashtag #indiebookday in den sozialen Medien. 
Falls ihr hier ein Buch für euch entdeckt habt, bleibt nur noch eins zu tun: Morgen in eure Lieblingsbuchhandlung zu stürmen und voller Begeisterung den Indiebookday zu zelebrieren. 

Für noch mehr Infos schaut auf der Seite indiebookday.de vorbei. Dort gibt es auch eine coole Lesechallenge, die #indiebookchallenge, bei der ihr jede Woche ein Buch aus einem Indieverlag entdecken könnt. 

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8 Kommentare

  1. Vielen Dank für die tollen Empfehlungen! Ich habe zwar heute leider keine Zeit, um vor Ort Bücher zu shoppen, aber zum Glück hat meine lokale Buchhandlung einen guten Onlineshop. :] "Sag den Wölfen ich bin zuhause" und "Singt, ihr lebenden Toten, singt" sind gerade in meinen Einkaufskorb gewandert. "Dunkelgrün fast schwarz" lacht mich aber auch an, vielleicht muss das auch noch mit.. :))

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    1. Liebe Isa,
      Sehr gern. :) Freut mich, dass was für dich dabei war. "Dunkelgrün fast schwarz" habe ich vor ein paar Tagen ausgelesen und ich kann nur sagen: kauf es unbedingt! Ist echt ne absolute Empfehlung von mir. :)
      Und sehr schön, dass du unabhängige Verlage und deine Buchhandlung vor Ort unterstützt. Da kann man ganz ohne schlechtes Gewissen Bücher shoppen und vollbringt sogar quasi noch eine gute Tat! ;D
      LG

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  2. Feine Tipps!
    Man lernt ja nie aus, selbst wenn man sich schon über Themengebiete kundig gemacht hat :D
    Den Mare Verlag hatte ich heute auch in der Hand, allerdings hatte mir das Buch inhaltlich nicht zugesagt.
    Bei CultureBooks muss ich dieses Jahr endlich mal reinhauen, hab schon Bücher auf der Merkliste, aber sie immer noch nicht geholt - könnte an der fehlenden Lesezeit liegen *hüst* :P

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    1. Freut mich, dass dir meine Empfehlung gefallen. :)
      Oh ja, das Dilemma mit der Lesezeit. Das habe ich auch gerade sehr ausgeprägt. Habe von der Leipziger Buchmesse so viele Bücher mitgebracht und der Stapel erschlägt mich gerade etwas. Aber es motiviert mich irgendwie auch zu versuchen, noch mehr Zeit zum Lesen in meinen Alltag zu integrieren. :D Man muss das ja immer positiv sehen. ;D
      Liebe Grüße und einen schönen Sonntag noch,
      Julia

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    2. Richtig, wir sollten das Beste draus machen :D
      Ich versuche auch immer Lesezeit in meinem Alltag zu integrieren, wo es nur geht. Sie holt einen einfach runter :3

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    3. Ja, das geht mir genauso. Und wenn es nur 10 Minuten auf dem Weg zu einer Verabredung sind. Lesen entspannt mich einfach.

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  3. Huhu =)
    Ein schöner Beitrag. Einige, wie den Mare Verlag kannte ich schon, andere wiederum nicht. Da ich persönlich am liebsten Fantasy lese, finde ich natürlich den Drachenmond Verlag ganz interessant, auch wenn man ihn ja eigentlich fast schon nicht mehr zu den Indies zählen kann. Auch der Sternensand Verlag hat Interessantes im Programm.
    Richtig toll, finde ich aber seit Neustem den Arctis Verlag. Die haben richtig tolle und anspruchsvollere Fantasy im Programm. So oder so, es lohnt sich immer bei den Indies vorbei zu schauen =)

    LG Miss PageTurner P.S. Bei mir läuft gerade ein Gewinnschild zu Reich der sieben Höfe: Sterne und Schwerter ;)

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    1. Hallöchen,
      Hach, es gibt einfach so viele tolle Indieverlage. Toll, dass du auch unabhängige Verlage unterstützt. Fantasy ist ja (außer Harry Potter) nicht so mein Genre.
      Aber Danke trotzdem für den Hinweis.
      Liebe Grüße, Julia

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Über mich


Hallöchen, ich bin Julia, 24, und der Bücherwurm hinter dem Blog Leselust.
Seit 2016 blogge ich hier über Bücher, Literaturevents und was mich sonst so beschäftigt.
Ich liebe Bücher, Kaffee, das Meer und Musik.
Wenn ihr mehr über mich wissen wollt, dann schaut bei "Über mich" vorbei oder schreibt mir auch gern. Ich habe immer ein offenes Ohr für euch.


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