...und morgen werde ich dich vermissen - Heine Bakkeid [Rezension]

Sonntag, Februar 04, 2018

Leselust Bücherblog Thriller Bestseller Langweilig Klischee Kurzmeinung: 

Dieser Thriller war leider eine Enttäuschung auf ganzer Linie. Ein langweiliger Fall, ein klischeehafter Ermittler und stereotype Charaktere. Von Drogenmissbrauch über Übelkeit bei der Obduktion wurde kein Klischee ausgelassen, dafür fehlte die Spannung. 

Bewertung: 1 Stern


Klappentext: 

Wenn man am Tiefpunkt ist, gibt es nur einen Weg: Hoch, in den Norden.
Thorkild Aske wird aus dem Gefängnis entlassen. Früher war er interner Ermittler bei der norwegischen Polizei und ein gefragter Verhörspezialist, doch dann lief etwas entsetzlich schief. Nun steht er vor dem Nichts. Von Schuldgefühlen und Schmerzen geplagt, lässt er sich von seinem Freund und Psychologen Ulf überreden, nach einem jungen Mann zu suchen: Rasmus Moritzen arbeitete auf einer verlassenen Leuchtturmwärterinsel im nordnorwegischen Meer. Er ist spurlos verschwunden. Ein Tauchunfall, vermutet die örtliche Polizei, für sie ist der Fall erledigt. Doch damit wollen sich Rasmus' Eltern nicht zufrieden geben.
Thorkild macht sich auf in den Norden, wo die Polarnacht anbricht. Bald schon bemerkt er, dass er nicht allein auf der kargen Felseninsel ist. Und als die Herbststürme wüten, wird tatsächlich eine Leiche angeschwemmt. Thorkilds alter Spürsinn erwacht: Denn es handelt sich nicht um Rasmus.




Meine Meinung: 

Das erste Buch des Jahres und gleich ein Flop. An diesem Buch hat mir eigentlich gar nichts gefallen.  Als ich dieses Buch in meinem Neuerscheinungsbeitrag vorgestellt habe, war ich voller Vorfreude. Mein einziges Bedenken: "Hoffentlich ist der Ermittler kein  "kaputter Alkoholiker" Klischee." Doch genau das ist leider eingetroffen. 
Thorklid Aske ist einfach nur schrecklich klischeehaft: abgewrackt, alkoholsüchtig und psychisch und körperlich am Ende. Das hat sich irgendwie in sehr vielen Thrillern zum Status quo entwickelt und mich nervt das sehr. Warum müssen eigentlich alle Ermittler so sein? Warum muss es immer so viel um sie gehen? Könnte nicht mal wieder einfach der Fall im Mittelpunkt stehen? 
Das wäre aber bei diesem Thriller auch nicht besonders hilfreich gewesen, denn der Fall war sehr langweilig. Die Handlung hat schon eeeewig gebraucht, um überhaupt in Fahrt zu kommen. Dann gab es die erste Leiche und ab da hat der Fall dann für mich irgendwie völlig den roten Faden verloren. Der Fall ist verwirrend, aber nicht auf die gute, mysteriöse Art und Weise. Die Handlung plätschert nur so vor sich hin und da hat sich bei mir schnell Langeweile breit gemacht. Als dann noch die übernatürlichen Elemente ins Spiel kamen, war ich endgültig verwirrt. Das habe ich nur als überflüssig empfunden. 
Es ist schon fast eine Kunst, wie in diesem Buch einfach jeder Charakter stereotyp ist –allen voran natürlich der kaputte Ermittler. Aber auch die Beschreibung der anderen Personen bleibt völlig an der Oberfläche. Zu keiner Person habe ich mir ein genaueres Bild machen, geschweige denn ein Gefühl für sie entwicklen können. 


Fazit:

Auf "...und morgen werde ich dich vermissen" von Heine Bakkeid habe ich mich sehr gefreut. Der Klappentext klang so vielversprechend und ich habe den Thriller sogar in meinem Neuerscheinungsbeitrag vorgestellt. Doch dann hat mich dieses Buch leider absolut enttäuscht. Dem Fall fehlt der rote Faden und den Charakteren die Tiefe. Sowohl der Verlauf der Handlung, als auch das Schicksal der Personen bleibt mir während des Lesens eigentlich ziemlich gleichgültig. Selten hat mich ein Thriller so gelangweilt und ich bin im Nachhinein überrascht, dass ich bis zum Ende durchgehalten habe. 


Biblio
Verlag: Rowohlt (rororo)
Übersetzung: Ursel Allenstein
Seiten: 416
Preis: 14,99€ (Taschenbuch),  12,99€ (eBook) 




Hier ein paar Thriller, die mich mehr begeistert haben: 

Oxen - das erste Opfer – Jens Henrik Jensen 
--> spannender und gut konstruierter Fall
Anonym – Ursula Poznanski und Arno Strobel 
--> da sieht man: es geht bei Ermittlern auch ohne schlimmes Drogenproblem 
Ragdoll – Daniel Cole 
--> die perfekte Mischung aus Spannung und Humor. 





Plauderecke: 

Leider war dieser Thriller ja eine Enttäuschung für mich. Das lag unter anderem an dem klischeehaften Ermittler. Habt ihr gute Thriller- Empfehlungen für mich, wo die psychischen Probleme des Ermittlers nicht so eine zentrale Rolle spielen? Oder es vielleicht sogar einfach psychisch stabile Ermittler gibt? ;) Für Tipps bin ich immer dankbar. 
Aber wie at euch denn dieses Buch gefallen? Vielleicht stehe ich ja auch ganz alleine da mit meiner negativen Meinung. 

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4 Kommentare

  1. Du hast die Verstopfung vergessen! 😂 (Hat mich offensichtlich nachhaltig beeindruckt.) Ich ksnn diese kaputten Typen auch nicht haben.

    Viele Grüße,
    Mona

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    1. Haha, oh ja, wie konnte ich nur! ;D Das war auch echt unnötig. Bin froh, dass es nicht nur mir so geht. Viele waren von diesem Thriller ja so begeistert. Ich vermisse Thriller, wo mal nur der Fall im Mittelpunkt steht und nicht die diversen Traumata und Süchte des Ermittlers... *sigh*
      Liebe Grüße, Julia

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  2. Ich bin immer ganz froh, wenn mal ein Buch verrissen wird nd ich es dann nicht lesen "muss".
    Oxen höre ich gerade, gefällt mir auch sehr gut. Die Hauptperson in Verbindung mit der einbeinigen Ermittlerin finde ich erfrischend anders.
    Viele Grüße
    Silvia

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    1. Liebe Silvia,
      Haha, so kann man das natürlich auch sehen! ;D Also dieses Buch brauchst du wirklich nicht lesen. Da verpasst du nix!
      Ja, Oxen hat mir auch echt gut gefallen. Da freue ich mich schon auf die Fortsetzung.
      Liebe Grüße, Julia

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