The Green Mile - Stephen King [Rezension]

Freitag, Januar 13, 2017

Rezension Buchbesprechung Todesstrafe USA

Kurzmeinung:

Ich bin mir sehr hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, die nur teilweise erfüllt wurden. Trotzdem ein spannendes und berührendes Buch.


Bewertung: 3,5 Sterne


Verlag: Heyne
Seiten: 592
Preis: 9,99€ (Taschenbuch),  8,99€ (eBook)


Klappentext (vom Verlag): 

»The Green Mile« – so nennt sich der Todestrakt des Staatsgefängnisses Cold Mountain. John Coffey wurde zum Tode verurteilt, weil er zwei Mädchen missbraucht und ermordet haben soll. Dem Hünen wohnt aber auch eine übernatürliche Kraft inne...
Kann ein Mörder zugleich ein begnadeter Heiler sein? Und wenn ja, darf oder sollte man ihn dann töten?


Zum Buch:

Die Geschichte wird rückblickend vom Ich- Erzähler Paul Edgecombe erzählt. Damals, 1932, ist er Leiter des Todestraktes. Das ist natürlich eine schwere Arbeit, aber er hat sich zusammen mit seinen Kollegen eine Routine aufgebaut um so viel Normalität wie Möglich in den Arbeitsalltag zu bringen. Aufgemischt wird die eingeschworene Truppe der Gefängniswärter durch Percy Wetmore, einen unempathischen neuen Kollegen, der nur auf seine Karriere bedacht ist und Spaß daran hat, die Gefangenen zu demütigen und zu quälen. Das entspricht keines Falls der Philosophie von Edgecombe, der um so viel Ruhe wie möglich bemüht ist.
Eines Tages wird dann John Coffey in den Todestrakt eingeliefert. Der schwarze Hüne erscheint gutmütig, aber etwas zurückgeblieben. Er soll zwei Mädchen missbraucht und ermordet haben, doch schnell kommen Paule Edgecombe Zweifel an der Schuld des Mannes.
Und dann stellt sich auch noch heraus, das Coffey übernatürliche Fähigkeiten hat. Er kann Krankheiten heilen und gute und schlechte Menschen auf anhieb erkennen. Er schien auch Gedanken lesen zu können. Er sieht das Leid anderer Menschen und möchte ihnen helfen.
Paul Edgecombe weiß indessen nicht, wie er mit der Situation umgehen soll. Er sieht das große Potential von Coffey, wie vielen Menschen er helfen könnte. Außerdem ist er immer mehr davon überzeugt, dass Coffey zu unrecht in der "Green Mile" gelandet ist. Kann er den gutmütigen großen Mann trotzdem töten?


Meine Meinung: 

Schon so lange bin ich um die Bücher von Stephen King herumgeschlichen. So viele Leser sind große Fans und King begeisterte schon Millionen mit seinen Büchern. Da fühlt es sich ja fast an wie eine Bildungslücke, noch nichts von ihm gelesen zu haben. Allerdings bin ich nicht so ein Fan von Horror oder Gruselgeschichten. Auch Übernatürliches mag ich eigentlich nicht so gerne in Geschichten. Deswegen habe ich mir dann als King- Einstieg die Geschichte ausgesucht, die mir am "normales" und "ungruseligsten" erschien und mich dann letztendlich für The Green Mile entschieden.
Da dieses Buch ja so hoch gelobt wurde, bin ich natürlich auch mit sehr hohen Erwartungen an die Geschichte herangegangen.

Das Thema des Buches fand ich von Anfang an sehr spannend und war neugierig, wie King das verarbeiten würde. Allerdings hätte man aus dem moralischen Dilemma -darf man einen Mörder töten, wenn dieser die Gabe zum Heilen besitzt- mehr machen können, finde ich. Auch die Vorurteile und Diskriminierungen wegen der Hautfarbe bleiben mir zu sehr im Hintergrund. Ebenso hätte man das gesamte Konzept der Todesstrafe kritischer reflektieren können.
Der Schreibstil ist sehr schön und die Geschichte ließ sich leicht und flüssig lesen. Die Seiten flogen nur so dahin.
Allerdings gab es für meinen Geschmack zu viele Wiederholungen, die mich dann teilweise im Lesefluss etwas haben stocken lassen. Außerdem habe ich manchmal den roten Faden verloren, weil es sehr viele Zeitsprünge gibt und ständig auf Zukünftiges hingewiesen wird oder Rückblenden zu Vergangenem vorkommen. Das hat mich dann teilweise schon ganz schön verwirrt. Behält man allerdings im Hinterkopf, dass Green Mile ursprünglich ein Fortsetzungsroman in mehreren Bänden war, dann wird einem die Struktur und der Grund für die Wiederholungen klarer.
Wie ich bereits Eingang geschrieben habe, hatte ich ja vor dem Lesen ein bisschen Angst davor, dass es mir in dem Buch zu viel "Übernatürliches", geben würde. Die Sorge war allerdings umsonst. Die magischen Elemente fließen ganz natürlich in die Geschichte mit ein, wirkt nie komisch oder skurril. Und dadurch, das auch die Protagonisten die Wunder erst nicht glauben können und dann Argumente sammeln, wird man als Leser, ohne das man es merkt, mit überzeugt.
Auch die Zusammenstellung der Charaktere hat mir sehr gut gefallen. King nimmt sich die Zeit, jeden Charakter gut einzuführen und genau vorzustellen, so dass ich als Leser von Anfang an zu jedem Namen ein gutes Bild im Kopf hatte, dass im Verlauf der Geschichte immer verfeinert wurde. Dabei begnügt sich King nicht mit einfachen schwarz-weiß Darstellungen, sondern gibt jeder Person die nötige Tiefe.

Fazit: 

Das Buch konnte meine hohen Erwartungen leider nicht ganz erfüllen. Außerdem war mir der Aufbau der Geschichte manchmal zu wirr.
Der Schreibstil hingegen konnte mich begeistern, genau wie die fein herausgearbeiteten Charaktere.
Aus dem Thema hätte man vielleicht mehr machen können, aber ingesamt bietet der Roman ein paar spannende Lesestunden und eine Geschichte, die man nicht so schnell vergisst.
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Jahresrückblick 2016

Dienstag, Januar 03, 2017

Erstmal:

 Happy 2017, meine lieben Bücherwürmer! Auf viele schöne Lesestunden und großartige Bücher! 


Da ist das Jahr 2016 schon wieder rum. Ich kann es fast nicht glauben.
Für mich persönlich war es ein ziemlich positives und vor allem spannendes Jahr. Ich habe mit dem Bloggen angefangen und das war natürlich total aufregend. Und wie schnell sich das alles entwickelt hat. Ich habe schnell viele Leser und Follower erreichen können und freue mich tierisch über jeden einzelnen von euch. Ich kann es immer noch nicht ganz fassen, wie viele Menschen gerne lesen möchten, was ich so schreibe.
Auch sonst war bei mir natürlich einiges los.
Meine Top 10 des Jahres habe ich euch mal fein säuberlich aufgelistet.

Meine Jahreshighlights 

1. Der Blog ist geboren. 

Zu allererst wäre da natürlich, dass ich überhaupt mit dem Bloggen angefangen habe. Im April habe ich meine erste Rezension veröffentlicht. Eigentlich nur zum Spaß, ohne Erwartungen. Nur um mal zu gucken. Doch dann wurde ich von einer so lieben und offenen Buchblogger Community freundlich empfangen und aufgenommen und schnell hat mir das Bloggen viel mehr Spaß gemacht, als ich vorher gedacht habe. Auch das Schreiben an sich bringt mir viel Spaß, aber das Beste ist natürlich der Austausch mit den anderen Leseratten und Bücherwürmern. Ganze 220 Kommentare gibt es schon auf meinem Blog und über jeden einzelnen habe ich mich riesig gefreut.

2. Ich bin bei Lovelybooks

Auch bei Lovelybooks bin ich erst seit diesem Jahr und habe diese Plattform auch sehr schnell lieben gelernt. Dort entdecke ich immer wieder tolle neue Bücher und auch Blogger. Auch eine wunderschöne Lovelybox ist dank dieser Community bei mir eingezogen.

3. Rezensionsexemplare

Ein riesen Highlight war natürlich auch mein erstes Rezensionsexemplar -und das es danach noch viele Weitere gab. :) Ich bin immer noch überrascht, wie schnell sich die Kooperationen mit den Verlagen entwickelt haben, und wie unkompliziert das alles abläuft.

4. Leseparty -die bessere Alternative zur Buchmesse

Dann gab es da noch die Leseparty, auf der ich noch mal ganz viele tolle neue Blogs entdeckt habe und so viel Spaß beim Stöbern und Lesen hatte, dass ich fast mein Fernweh zur Frankfurter Buchmesse vergessen habe.

5. Buchpassion -Buchliebhaber bekennen sich

Noch eine großartige Aktion, an der ich teilnehmen durfte, war die Buchpassion von Janine (Kapriziös). Alle Bücherwürmer und Leseratten haben sich dabei öffentlich zu ihrer Liebe zum Buch bekannt und tolle Beiträge geschrieben, wie sie zum Lesen gekommen sind, warum sie Geschichten immer noch begeistern können und vieles mehr. Ich habe es sehr genossen, die Posts zu lesen und dabei einige Blogger besser kennenzulernen.

6. Meine Buchliebe zum Job machen

In diesem Jahr habe ich auch angefangen in einem Buchladen zu arbeiten. Und was soll ich sagen, es ist der perfekte Nebenjob für mich. Den ganzen Tag von Büchern umgeben zu sein. Meine Buchtipps endlich auch persönlich verteilen zu können. Es macht mir unglaublich viel Spaß. Und wenn die Leute dann zurück kommen und erzählen, wie gut ihnen ein empfohlenes Buch gefallen hat, das ist einfach spitze.

7. Leserunden -gemeinsam lesen

Viele tolle Leserunden, zum Beispiel die zu George von Alex Gino. Dabei durfte ich mal wieder feststellen, dass mir gemeinsam Lesen noch mehr Spaß macht, als "normales" Lesen.

8. Die Autoren lesen, was ich so schreibe?! 

Sehr gefreut habe ich mich auch jedes mal, wenn ein Autor meine Rezensionen geliked hat. So zum Beispiel Joel Dicker, Anne Freytag, Thees Uhlmann und noch einige andere.
Fast ausgerastet vor Freude bin ich, als die großartige Cornelia Funke meinen Tweet sogar zitiert hat.


9. Buchgewinne 

Ein toller Jahresabschluss war natürlich die tolle Bücherbox von Lovelybooks mit einem Gewinn von unglaublichen 50 Büchern.

10. Der Austausch mit EUCH! 

Und natürlich habt IHR das Jahr zu einem ganz Besonderem werden lassen. Fast 500 Follower bei Twitter, knapp 300 bei Instagram, treue Leser direkt hier auf dem Blog.
Ihr motiviert mich mit euren Kommentaren und eurem Feedback. Danke für ein tolles Blog- Jahr mit euch.




Jahreslesestatistik

Insgesamt habe ich in diesem Jahr 62  Bücher gelesen. Das macht durchschnittlich 5 Bücher pro Monat.
Das entspricht insgesamt ca. 33.000 gelesenen Seiten, also ca 2.745 pro Monat und 91 am Tag.
Darunter waren übrigens nur 3 englische Bücher! Das waren die letzten Jahre immer deutlich mehr und sollen bitte im nächsten Jahr auch wieder mehr werden.

Außerdem habe ich noch 5 Hörbücher gehört.

Rezensiert habe ich 27 Bücher. Also knapp jedes zweite Buch, das ich gelesen habe. Das finde ich schon ganz ok, eigentlich. Vielleicht kann ich das aber nächstes Jahr noch etwas steigern.
Allerdings stehen noch einige Rezensionen aus, also werde ihr hier Anfang nächsten Jahres noch Rezensionen zu Büchern finden, die ich 2016 gelesen habe.




Gute Vorsätze fürs neue Lesejahr


Mit der Quantität der gelesenen Bücher bin ich eigentlich ganz zufrieden. Natürlich, mehr ginge immer und der SuB würde sich freuen. Aber wenn man bedenkt, dass ich auch noch ein Leben neben den Büchern habe und Uni, Freunde und andere Hobbys eben auch ihre Zeit brauchen, dann ist das so schon ganz ok.
Allerdings möchte ich qualitativ gern etwas ändern. Gerade durch das Bloggen bin ich dieses Jahr etwas dazu verleitet worden, mehr Neuerscheinungen und Bestseller zu lesen, da das häufig auch die Bücher sind, die auf den anderen Blogs viel besprochen werden und dann machen die mich eben immer so neugierig. Ist ja auch gut so. Aber ich möchte 2017 gern auch wieder mehr abseits des Mainstreams und der Neuerscheinungen lesen.
Außerdem ist ein guter Vorsatz noch, jeden Monat mindestens ein Buch vom SuB zu lesen. Mal sehen, wie das so klappt.
Naja, und wie gesagt würde ich gern etwas mehr rezensieren und auch wieder mehr englische Bücher lesen.
Generell ist mir auch sehr wichtig im Hinterkopf zu behalten, das Lesen immer Spaß machen soll. Ich möchte mich nicht unter Druck setzen, mehr zu lesen, oder bestimmte Bücher unbedingt zu lesen. Sondern ganz spontan zu dem Buch greifen, das mich gerade anspricht. Und mich nicht mit anderen Bloggern vergleichen.



Da dieser Beitrag jetzt schon so lang ist, habe ich beschlossen, einen extra Leserückblick zu schreiben und euch dort meine Tops und Flops des Jahres zu verraten.


Plauderecke

Was waren eure Highlights 2016? Und habt ihr auch irgendwelche guten Lesevorsätze?

Über mich


Hallöchen, ich bin Julia, 24, und der Bücherwurm hinter dem Blog Leselust.
Seit 2016 blogge ich hier über Bücher, Literaturevents und was mich sonst so beschäftigt.
Ich liebe Bücher, Kaffee, das Meer und Musik.
Wenn ihr mehr über mich wissen wollt, dann schaut bei "Über mich" vorbei oder schreibt mir auch gern. Ich habe immer ein offenes Ohr für euch.


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