Mittwoch, 9. November 2016

Mörder Anders - Jonas Jonasson [Rezension]

Mörder Anders und seine Freunde nebst dem ein oder anderen Feind


Buchempfehlung Buchtipp Kirche Religion Humor

Kurzmeinung: 

Die Geschichte ist in ihrem Aufbau sehr ähnlich wie der erste Jonasson und plätschert so vor sich hin.  Die Grundidee ist ganz witzig und hat auch Potenzial, das aber leider nicht ausgeschöpft wurde. Zwar gab es die ein oder andere ironische Passage und humorvolle Wortwechsel mit schlagfertigen Antworten. Diese Lichtblicke konnten das Buch insgesamt aber nicht zu einem Knüller machen. 

Bewertung: 2 Sterne

Verlag: carl's books 
Seiten: 352
Preis: 19,99€ (Hardcover),  15,99€ (eBook)


Klappentext: 

Johan Andersson – seit seinen zahllosen Gefängnisaufenthalten nur noch »Mörder-Anders« genannt – ist frisch aus dem Knast entlassen und braucht einen neuen Job sowie neue Freunde. Da kommt ihm die Begegnung mit der geschäftstüchtigen Pfarrerin Johanna Kjellander, die wegen ihrer atheistischen Gesinnung arbeitslos geworden ist, gerade recht. Zusammen mit dem Hotel-Rezeptionisten Per Persson gründen sie eine »Körperverletzungsagentur« mit Mörder-Anders in der Rolle des Auftragsschlägers. Die Nachfrage läuft blendend. Bis Mörder-Anders nach dem höheren Sinn des Ganzen fragt, sich plötzlich für Gott interessiert und friedfertig werden will. Doch Stockholms Gangsterbosse haben mit ihm noch eine Rechnung offen und nehmen Mörder-Anders und seine Freunde gründlich in die Zange …

Meine Meinung:

Dies ist das dritte Buch von Jonas Jonsson. Sein erstes Buch "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" hat mir damals richtig gut gefallen und ich musste bei Lesen oft laut lachen. Sein zweites Buch habe ich ausgelassen, weil es für mich zu sehr nach einem Abklatsch vom ersten klang und ich Angst hatte, enttäuscht zu werden. 
Nun ist also das dritte Buch erschienen und damit wollte ich es dann noch mal mit Jonsson versuchen. Die Mischung -Mörder und Nonne- klang interessant und so nahm ich das Buch gespannt zur Hand.
Doch leider gab es dann wenig Neues. Jonasson schreibt in seinen alten Mustern im bekannten Stil, nur leider nicht mehr so gekonnt.
Die Charaktere waren eigentlich spannend gewählt und hätten großes Potenzial gehabt, finde ich. So richtig warm bin ich allerdings mit keinem von ihnen geworden, da auch niemand so wirklich sympathisch ist.
Da wäre zunächst der brutale Mörder, der plötzlich bekehrt wird und nur noch Gutes tun will. 
Die Ex-Nonne, die eigentlich gar nicht an Gott glaubt und vom Leben und von Menschen enttäuscht ist. Und der unscheinbare Rezeptzionist, dessen Name sich niemand merken kann, der dem Leben und den Menschen auch sehr negativ gegenübersteht und in der Ex- Nonne den Topf zu seinem Deckel gefunden zu haben scheint. 
Kling nach einem tollen Trio mit viel Raum für witzige Entwicklungen. Ein paar gibt es ja auch, allerdings verlieren sie sich in der ansonsten eher belanglosen Handlung. 
Die Geschichte ist, wie von Jonasson gewohnt, recht abstrus, allerdings nicht abstrus genug, um wirklich witzig zu sein. 
Es fehlt dem Buch das gewisse Etwas, um der Geschichte den nötigen Pep zu geben. Und so plätschert sie nur so vor sich hin ohne wirkliche Höhen und Tiefen. 

Fazit: 

"Mörder Anders" ist so ganz nett zu lesen. Etwas für Zwischendurch. Und für Fans der Erzählweise von Jonasson ist es auch bestimmt zufriedenstellend. Aber als Buchtipp uneingeschränkt weiterempfehlen würde ich das Buch nicht. 
Ich fand den "Hundertjährigen" damals wirklich großartig und hoffe, das Jonasson zu seinem originellen und dabei witzigen Stil zurückfindet. 




Vielen Dank an das Bloggerportal und Carl's books für das Rezensionsexemplar.

Kommentare:

  1. Hallo meine Liebe!

    Eine schöne Rezension ♥ Nur leider klingt das Buch nicht wirklich toll. Von Jonasson habe ich bisher noch nichts gelesen, aber über "Der Hundertj#hrige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" habe ich eigentlich nur Gutes gehört.

    Ganz liebe Grüße,
    Myri

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ach du Süße, vielen Dank! ♥
      Ja, das Buch konnte mich leider wirklich nicht überzeugen. Aber "Der Hundertjährige" war damals echt gut. Also falls du das noch nicht kennst, das kann ich dir echt empfehlen. Ist super witzig!
      Danke für deinen Besuch, Myri!
      Liebste Grüße,
      Julia

      Löschen
  2. Huhu! Ich hab nicht eines bislang gelesen, dafür war mein Freund Fan vom ersten Buch & auch dieses steht bereits hier [glaube als Hörbuch], noch hats mein Freund aber noch nicht gelesen|gehört

    Deine Rezi ist toll, für mich bleibt der Autor aber zunächst ungelesen ;)

    Liebe Grüße lasse ich dir da!!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, vom ersten war ich ja auch ein Fan! Sag mal Bescheid, wenn dein Freund es gelesen/ gehört hat. Würde mich ja dann mal interessieren, wie es ihm gefallen hat.

      Löschen