Amerika

Das Mädchen mit den roten Schuhen - Jodi Picoult [Rezension]

Sonntag, Oktober 15, 2017

Wer meinen Blog schon eine Weile kennt, der weiß, dass ich einige Lieblingsautoren und -autorinnen habe, von denen ich jedes Buch lese, dass ich in die Finger kriegen kann. Dazu gehören natürlich Marc-Uwe Kling, Walter Moers und auch Jodi Picoult.
Am 2. Oktober ist ihr neuer Roman "Kleine große Schritte" erschienen und als Vorgeschmack zu eben diesem Roman wurde eine Kurzgeschichte als eBook veröffentlich. Darin wird die Kindheit von Ruth Brooks geschildert. Ruth ist die Protagonistin in "Kleine große Schritte" und durch die Kurzgeschichte erhalten die Leser*innen einen Einblick in Ruths Vergangenheit und können sich so ein besseres Bild von dem Charakter machen. Wie sehr diese Einblicke helfen, ihr Denken und Handeln im Roman "Kleine große Schritte" nachzuvollziehen, werde ich nach der Lektüre des Romans natürlich noch genauer berichten. 

Rassismus Kurzgeschichte Amerika Kindheit Mobbing Eliteschule Klappentext: 

Die achtjährige Ruth Brooks wurde von einer Eliteschule in New York aufgenommen. Eine seltene Chance, denn sie stammt aus Harlem und lebt mit Mutter und Schwester in bescheidenen Verhältnissen. Und sie setzt alles daran, diese Chance zu nutzen. Je mehr sie sich jedoch bemüht, sich zu integrieren, umso deutlicher wird es, dass manche Menschen nicht beachten, was sie mit anderen verbindet, sondern, was sie unterscheidet. Mit der Zeit wird eine bittere Ahnung Gewissheit: in dieser neuen Umgebung zu sein, heißt noch lange nicht, ein Teil davon zu werden ….


Meine Meinung: 

Diese Kurzgeschichte bietet einen Einblick in die Kindheit von Ruth. Sie geht als einzige Person of Colour auf eine Schule, auf der sonst nur reiche, weiße, privilegierte Kinder sind. Dort macht sie schon früh Erfahrungen mit Rassismus und Ausgrenzung. 
Auf den wenigen Seiten hat Picoult es geschafft, mir ein gutes Bild von den Personen zu vermitteln. Durch den (wie immer) sehr schön Schreibstil der Autorin konnte ich mich sehr gut in die Personen hineinversetzen. Schon auf diesen wenigen Seiten werden wichtige Fragen zum Thema Rassismus aufgeworfen und die Art und Weise, wie das Thema behandelt wird, gefällt mir bisher sehr. 
Diese Kurzgeschichte ist mit Sicherheit eine spannende Ergänzung zu dem im Oktober erschienenen Roman. 
Ich freue mich jetzt schon sehr auf "Kleine große Schritte". "Das Mädchen mit den roten Schuhen" war eine gute Einstimmung, hat mich sehr neugierig auf den Roman gemacht und meine Vorfreude noch mal gesteigert. 


Fazit: 

Ein paar wenige Seiten, die schon viel vermitteln. Sie ermöglichen einem einen Einblick in die Kindheit der Protagonistin Ruth, was sie bewegt und geformt hat. Picoult beweist einmal mehr, dass sie wirklich schreiben kann. Diese Kurzgeschichte ist eine schöne Ergänzung zum Roman "Kleine große Schritte" und macht Lust auf die Lektüre! "Das Mädchen mit den roten Schuhen" kann aber auch für sich alleine stehen und bietet auf wenigen Seiten viel Stoff zum Nachdenken.

Vielen Dank an den Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.  


Biblio 
Verlag: C. Bertelsmann 
Übersetzer: Elfriede Peschel
Seiten: 70
Preis: 0,99€ (eBook)


Das könnte dir auch gefallen: 



Plauderecke: 

Seid ihr auch Picoult- Fans? Und seid ihr auch schon so gespannt auf das neue Buch? Oder habt ihr den Roman sogar schon gelesen? 
Findet ihr das eBook eine süße Ergänzung, oder völlig unnötig? 

Fantasy

Prinzessin Insomnia - Walter Moers [Rezension]

Montag, Oktober 09, 2017

Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr (Zamonienroman #7) - Walter Moers


Bücherblog Zamonien Leseprobe Fantasy Roman Krankheit Bestseller CFS
"Ich ängstige dich, also bin ich." (aus "Prinzessin Insomnia", S. 82)

Kurzmeinung:

Eine Reise durch das eigene Gehirn bis tief ins Herz der Angst. Wie von Moers gewohnt erzählt er die Geschichte in sprachlicher Schönheit und mit großem Einfallsreichtum. Dennoch nicht Moers bester Roman. Dafür fehlt eine Prise Abenteuer und eine große Portion Zamonien. 


Bewertung: 3 Sterne 

Klappentext: 

Eine traumhafte Liebesgeschichte und eine Reise durch das menschliche Gehirn als rasantes zamonisches Abenteuer
Prinzessin Dylia, die sich selbst „Prinzessin Insomnia“ nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien. Eines Nachts erhält sie Besuch von einem alptraumfarbenen Nachtmahr. Havarius Opal, wie sich der ebenso beängstigende wie sympathische Gnom vorstellt, kündigt an, die Prinzessin in den Wahnsinn treiben zu wollen. Vorher nimmt er die Prinzessin aber noch mit auf eine abenteuerliche Reise durch die Welt des Denkens und Träumens, die für beide immer neue und überraschende Wendungen bereit hält, bis sie schließlich zum dunklen Herz der Nacht gelangen. Walter Moers erzählt dieses Märchen aus der zamonischen Spätromantik voller skurriler Charaktere mit der ihm eigenen Komik: spannend und anrührend zugleich.

Meine Meinung: 

So lange habe ich sehnsüchtig auf einen neuen Roman von Walter Moers gewartet. Und jetzt war es endlich so weit. "Prinzessin Insomnia" konnte mich dann leider nicht ganz so sehr begeistern, wie ich es sonst von den Moers Büchern gewöhnt bin. 

Aber erstmal das Positive
Ich habe die ersten Seiten des Buches gelesen und zuerst sind mir die wunderschönen Illustrationen von Lydia Rode aufgefallen. Ich war ja erst skeptisch, als ich gehört habe, dass jemand anderes das Buch illustriert. Wo ich doch Moers Zeichnungen so mag. Aber die bunten Wasserfarben haben mir sehr gut gefallen und zum "Traumhaften" der Geschichte sehr gut gepasst. Sie machen dieses Buch zu einem besonderen Leseerlebnis.  
Als ich dann die ersten Sätze gelesen habe, war es wie ein nach Hause Kommen. Ich bin sofort in Moers einzigartige, wunderschöne Sprache eingetaucht und habe in schönen Zamonien- Erinnerungen geschwelgt, als die Worte Fhernhachen, Florinth, Hutzenberge, Zamomin oder Nattifftoffen fielen. 

Die Geschichte war voller kreativer Einfälle und einer sprachlichen Schönheit, wie ich sie sonst kaum lese. Man merkt Moers die Freude an der Sprache einfach an. Er benutzt wunderschöne Umschreibungen und ausgefallene, oder veraltete Wörter, wie zum Beispiel "ennuyant". Das finde ich einfach fabelhaft, denn die deutsche Sprache hat so viele fantastische Wörter zu bieten, die man nur mal wieder mehr nutzen müsste. 

Texte von Moers zu lesen ist mir einfach immer wieder ein Genuss. Aber nicht nur wegen der schönen Sprache. 
In dem Buch stellt Walter Moers auch erneut seinen schier endlosen Einfallsreichtum unter Beweis, auch wenn der Anfang sich etwas in die Länge zieht. Aber Havarius Opal und die Prinzessin sich dann erstmal auf den Weg in ihr Gehirn machen, überschlagen sich die Ereignisse und die beiden müssen so manches Abenteuer bestehen. 

Interessant fand ich, dass das Buch eine reale Krankheit, das Chronische Erschöpfungssyndrom (CFS) thematisiert. Lydia Rode, die Illustratorin, leidet, genau wie Prinzessin Dylia, an dieser Krankheit und hat Moers zu dem Roman inspiriert. Ich finde es sehr gut, dass Moers dieses Thema so einer breiteren Masse zugänglich macht. Für Betroffene ist dieses Buch vielleicht noch interessanter zu lesen. 
Gut fand ich auch, wie Moers das menschliche Gehirn beschrieben hat und im Zuge der Reise die verschiedenen Hirnregionen und deren Funktionen dargestellt hat. Durch mein Studium kenne ich mich etwas mit Neuroanatomie aus und ich fand es sehr interessant zu lesen, wie Moers das in seinem Roman umgesetzt hat. So manches mal musste ich schon darüber schmunzeln, wie Moers die Funktionen bestimmter Hirnregionen beschreibt. 
Gelungen fand ich ebenfalls die Metapher für Depressionen, mit dem schlechten Wetter im Kopf und den Irrschatten, die Dunkelheit verbreiten und einem jede Zuversicht nehmen. In sofern ist das Buch vielleicht auch für alle interessant, die solche Krankheiten besser verstehen wollen, oder für Betroffene, die es anderen besser verständlich machen wollen. 


Aber nicht alles an dem Roman hat mir gefallen. 

Sechs Jahre lang habe ich auf ein neues Buch von Moers gewartet. Und ja, ich habe die Lektüre von "Prinzessin Insomnia" genossen, denn ich mag einfach die Art und Weise, wie dieser Autor schreibt. Nicht umsonst gehört er zu meinen Lieblingsautoren
Aber dieser Roman konnte mich nicht ganz so begeistern, wie die anderen. Mir hat einfach etwas gefehlt. 
Zunächst fand ich schade, dass der Roman eigentlich nur zu Anfang wirklich in Zamonien spielt. Der Großteil der Handlung spielt in Dylias Gehirn und das ist eben eine ganz eigene Welt. Die war zwar auch interessant, aber so gab es eben kein Wiedersehen mit alten Bekannten, was ich sehr traurig fand. 
Außerdem hat mir bei diesem Buch ein bisschen das große Abenteuer gefehlt. Es gab zwar viele tolle Szenen, aber an die Genialität von "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" oder "Die Stadt der träumenden Bücher" konnte es einfach nicht heranreichen. 
Eingangs habe ich zwar die Sprache von Moers gelobt, und sie ist ja auch wirklich schön. Aber die Satzkonstruktionen, die Vergleiche und Aufzählungen wirken dieses mal nicht ganz so stimmig, wie gewohnt. Zugegeben, Moers hat sich selbst auch eine verdammt hohe Messlatte gelegt, aber ich kam nicht umhin, diese Geschichte mit seinen "großen Werken" zu vergleichen, und da konnte sie leider nicht mithalten. 

"Man benötigte nämlich nicht nur einen exquisiten Geschmack, um etwas Gutes zu bevorzugen, oh nein, sondern auch, um das Falsche zu verschmähen." (aus "Prinzessin Insomnia", S. 41)


Rezension Leselust Bücherblog Bestseller Buchtipp Fantasy Zamonienroman

Fazit: 

Mit den schönen Illustrationen von Lydia Rode, dem moers'schen Schreibstil und seiner schier endlosen Kreativität ist "Prinzessin Insomnia und der alptraumhafte Nachtmahr" ein lesenswerter Roman. Mit Walter Moers großen Werken wie "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" oder "Die Stadt der träumenden Bücher" kann er aber leider nicht mithalten. Dazu fehlt mir eine Prise Abenteuer und eine große Portion Zamonien. 

Mein herzlicher Dank an den Verlag und das Bloggerportal für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars. 

Biblio
Verlag: Knaus 
Illustrationen: Lydia Rode
Seiten: 344
Preis: 24,99€ 


Plauderecke: 

Für mich als leidenschaftliche Moers- Leserin war ja sofort klar, dass ich dieses Buch haben muss. Seid ihr auch so riesige Moers- Fans? Wie hat euch der neue Zamonien- Roman gefallen? Und welcher ist eurer Liebling? 
Oder seid ihr noch Moers- Unerfahren und die Prinzessin euer erster Besuch in Zamonien? 

Frauenpower

Gott, hilf dem Kind - Toni Morrison [Rezension + Gewinnspiel]

Donnerstag, Oktober 05, 2017

Gewinnspiel Buchverlosung Bestseller Literaturnobelpreis Rassismus Missbrauch"Wo die Angst regiert, ist Gehorsam die einzige Wahl, um zu überleben." (Aus "Gott, hilf dem Kind", S.42) 

Kurzmeinung:

Ein Buch, von dem ich etwas ganz anderes erwartet habe, dass mich aber dennoch nicht enttäuscht hat. Es lässt mich allerdings etwas ratlos zurück und ich muss immer noch oft an die Lektüre zurückdenken, die mich nachdenklich gestimmt hat, von der ich mir aber auch mehr gewünscht hätte. 

Bewertung: 3 Sterne 


Klappentext:

Lula Ann ist ein so tiefschwarzes Baby, dass ihre Mutter Sweetness bei der Geburt fast zu Tode erschrickt und der Vater die junge Familie auf der Stelle verlässt, weil er nicht glauben kann, dass dieses Kind von ihm ist. Sweetness erzieht Lula Ann zu Gehorsam und Unterwürfigkeit, nur nicht auffallen, aus Angst vor rassistischen Angriffen.
Doch die heranwachsende Tochter sträubt sich gegen die verordnete Angepasstheit. Sie ändert ihren Namen, in Bride, kleidet sich in provokant strahlendes Weiß, macht Karriere bei einer Kosmetikfirma, verliebt sich in einen geheimnisvollen Mann und befreit sich auf ihre Weise von der Vergangenheit.
Zwei starke Frauen, zwei verschiedene Lebensentwürfe, in dem Versuch, sich zu schützen und gleichzeitig zu behaupten. Ein Roman, der zur Weltliteratur gehört.



Meine Meinung: 

Lesemonat

Lesemonat | September

Samstag, September 30, 2017

Der September ist zu Ende und die letzten warmen Tage sind vorbei. Der Herbst hat uns voll im Griff. Aber das macht nichts, denn im Herbst gibt es viele tolle Neuerscheinungen und ich freue mich schon darauf, mit einer heißen Tasse Tee und in einer Decke eingekuschelt auf dem Sofa zu sitzen und zu lesen. 
Auf dem Blog war in diesem Monat nicht so viel los, da ich erst krank war und danach im Urlaub kein Internet hatte. Aber dennoch gab es einige neue Rezensionen. 


Neuerscheinungen

Neuerscheinungen Herbst 2017 | Oktober

Donnerstag, September 28, 2017



Der Sommer war noch gar nicht richtig hier, da ist es schon wieder Herbst. Die Tage werden kürzer, das Wetter kühler und man kann ganz ohne schlechtes Gewissen gemütlich drinnen im Sessel sitzen und ein Buch nach dem anderen verschlingen. Und genug Lesestoff dafür gibt es allemal, denn in den Verlagsvorschauen habe ich wieder etliche tolle Bücher entdeckt. Einige Perlen möchte ich euch hier vorstellen. Also lehnt euch zurück und genießt die vielversprechendsten Neuerscheinungen im Oktober 2017. 

Rezension

Die Terranauten - T. C. Boyle [Rezension]

Sonntag, September 24, 2017

Umweltschutz Gruppendynamik soziales Experiment SchwangerschaftKurzmeinung:

Interessantes Setting, spannende Wendungen und komplexe Beziehungsdynamiken. Sympathisch war mir zwar keiner der Charaktere, aber das hat den Lesegenuss in keiner Weise geschmälert.

Bewertung: 4 Sterne

Klappentext:

In einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von „Ecosphere 2“ verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Megaterrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show. Eitelkeit, Missgunst, Rivalität – auch in der schönen neuen Welt bleibt der Mensch schließlich doch, was er ist. (Einen Teil des Klappentextes habe ich weggelassen, da es in meinen Augen zu viel von der Geschichte vorwegnimmt) T.C. Boyles prophetisches und irre komisches Buch, basierend auf einer wahren Geschichte, berührt die großen Fragen der Menschheit.



Meine Meinung:

Das Setting des Romans ist wie gesagt wirklich interessant. Mitten in der nordamerikanischen Wüste haben Wissenschaftler eine große Glaskuppel errichtet, unter der sie das Leben auf der Erde nachstellen. In einem geschlossenen System wollen sie biologische Systeme erforschen und verstehen, wie man nachhaltiger leben kann, eventuell auch das Leben auf der Erde auf anderen Planeten nachstellen kann. Diese Glaskuppel heißt "Ecosphere 2" und soll nun für zwei Jahre von 4 Forscheren und 4 Forscherinnen bewohnt werden – den sogenannten Terranauten.

Familie

Und es schmilzt - Lize Spit [Rezension]

Sonntag, September 10, 2017

Leseprobe Selbstmord Missbrauch Dorfleben Roman Familie Freundschaft Mobbing Kurzmeinung:

Ein Buch, das erst im letzten Viertel wirklich überzeugt, mich dafür aber dann mit voller Wucht getroffen hat, mich schockiert und bewegt hat, wie es lange kein Buch getan hat. Dennoch keine uneingeschränkte Leseempfehlung, da der Inhalt für manche vielleicht wirklich nicht das Richtige ist. 


Bewertung: 4 Sterne 



Klappentext:

Ein Buch, das alles gibt und alles verlangt.
Mit geschlossenen Augen hätte Eva damals den Weg zu Pims Bauernhof radeln können. Sie könnte es heute noch, obwohl sie viele Jahre nicht in Bovenmeer gewesen ist. Hier wurde sie zwischen Rapsfeldern und Pferdekoppeln erwachsen. Hier liegt auch die Wurzel all ihrer aufgestauten Traurigkeit.
Dreizehn Jahre nach dem Sommer, an den sie nie wieder zu denken wagte, kehrt Eva zurück in ihr Dorf – mit einem großen Eisblock im Kofferraum.




Meine Meinung:

Amerika

Underground Railroad - Colson Whitehead [Rezension + Gewinnspiel]

Samstag, September 02, 2017

Gewinnspiel Buchverlosung Bestseller Pulitzer Preis Rassismus Amerika Sklaverei Kurzmeinung: 

Ich hatte mir mehr von diesem Buch versprochen; vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch. Historisch Interessantes und erschütternde Passagen wechseln sich ab mit langatmigen und mäßig spannenden Abschnitten. Insgesamt kann ich das Buch nicht uneingeschränkt weiterempfehlen, finde es aber wegen des wichtigen Themas trotzdem lesenswert! 

Bewertung: 3 Sterne 

Klappentext: 

Colson Whiteheads Bestseller über eines der dunkelsten Kapitel der Geschichte Amerikas – ausgezeichnet mit dem Pulitzer Preis 2017

Cora ist nur eine von unzähligen Schwarzen, die auf den Baumwollplantagen Georgias schlimmer als Tiere behandelt werden. Alle träumen von der Flucht – doch wie und wohin? Da hört Cora von der Underground Railroad, einem geheimen Fluchtnetzwerk für Sklaven. Über eine Falltür gelangt sie in den Untergrund und es beginnt eine atemberaubende Reise, auf der sie Leichendieben, Kopfgeldjägern, obskuren Ärzten, aber auch heldenhaften Bahnhofswärtern begegnet. Jeder Staat, den sie durchquert, hat andere Gesetze, andere Gefahren. Wartet am Ende wirklich die Freiheit? Colson Whiteheads Roman ist eine virtuose Abrechnung damit, was es bedeutete und immer noch bedeutet, schwarz zu sein in Amerika.


Meine Meinung: 

Lesemonat

Lesemonat || August

Donnerstag, August 31, 2017

Schwupp, da ist der August auch schon wieder vorbei. Wo sind nur die Tage hin? Buchmäßiges war wieder einiges los und auch was das Bloggen angeht, war ich diesen Monat recht fleißig. Rezensionen, Neuerscheinungen und eine Liste meiner liebsten Jugendbücher habe ich mit euch geteilt.


Was macht der SUB

Im August sind tatsächlich sieben neue Bücher bei mir eingezogen. SIEBEN! So wird das aber nichts mit dem SuB Abbau. Zu meiner Verteidigung: drei davon waren mehr oder weniger ungeplant, denn zu meiner großen Überraschung (und Freude!) habe ich die #Lovelybox von Lovelybooks und Diogenes gewonnen.
Gelesen habe ich fünf Bücher vom SuB. Dank der vielen Neuzugänge macht das trotzdem +2 für den SuB. Kaum ist die SuB den Sommer Challenge vorbei, geht es wieder bergab mit dem SuB Abbau. Und es stehen auch noch so viele weitere Bücher auf meiner Wunschliste. Wo soll das noch hinführen? ;D


Buchblog Buchtipps Buchempfehlungen Literatutripps Rezensionen

Highlights

Das Rauschen in unseren Köpfen - Svenja Gräfen [Rezension]

Samstag, August 26, 2017

Liebesroman erste Liebe Drogen Depression Buchtipp Leseprobe Studenten Bestseller Kurzmeinung:

Eine Liebe wie ein Rausch; ein Buch wie ein Gedicht. Diese Geschichte überzeugt mit einer wunderschönen, poetischen Sprache und einer intensiven Liebesgeschichte, die nicht seicht oder kitschig ist.

Bewertung: 5 Sterne 

Klappentext: 

Lene lebt mit ihrer besten Freundin in einer WG in einer großen Stadt, ihre liebevolle Familie und der Freundeskreis geben Halt. Als sie Hendrik begegnet, scheint ihr Glück perfekt. Sie plant eine gemeinsame Zukunft, doch Hendriks Vergangenheit schleicht sich in ihr Leben ein. Da ist seine zerrüttete Familie, sein bisweilen merkwürdiges Verhalten. Und Klara. 

Meine Meinung: 

Was für ein wundervolles Buch. Es erzählt die Geschichte von Lene und Hendrik und der ersten großen Liebe. 
Das Thema ist das wohl Älteste der Welt: Mädchen trifft Junge, Junge trifft Mädchen. Doch die Umsetzung ist es, die diese Liebesgeschichte hervorstechen lässt und von der Masse abhebt. Mit einem verträumten, manchmal nostalgischen Blick beschreibt Svenja Gräfen die Menschen und ihre Beziehungen. Die Familie und die behütete Kindheit, das Aufwachsen, das wilde Studentenleben und immer im Zentrum stehend: das Miteinander. 

Neuerscheinungen

Neuerscheinungen Herbst 2017 | September

Mittwoch, August 23, 2017

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Der Sommer geht langsam dem Ende zu, aber im September können wir noch mal auf ein paar schöne, warme Tage hoffen. Ich möchte die letzten Möglichkeiten nutzen, um noch mal so oft wie möglich draußen zu lesen. Und genug interessante Bücher gibt es auch im September auf jeden Fall. Ich habe durch die Herbstprogramme der Verlage geblättert und meine Favoriten für euch hier aufgelistet. Hier sind meine vielversprechendsten Neuerscheinungen im September 2017. 

Frauenpower

Swing Time - Zadie Smith [Rezension]

Donnerstag, August 17, 2017

Tanz Rassismus Entwicklungshilfe Dritte Welt Armut Freundschaft Kurzmeinung:

Ein Buch über Freundschaft, Familie, Tanz, Kulturen, Rassismus, Chancenungleichheit und vieles mehr. Große Themenvielfalt, der manchmal etwas die Tiefe fehlt. Der Schreibstil ist aber wunderschön, detailreich und voller scharfsinniger Beobachtungen. Sehr lesenswert!


Bewertung: 4 Sterne



Klappentext:

Zwei Mädchen lernen sich beim Tanzen kennen, fortan sind sie unzertrennlich. Die eine hat Talent und die andere hat Ideen: über Rhythmus und Zeit, über schwarze Haut und schwarze Musik, über Stammeszugehörigkeit, Milieu, Bildung und Chancenungleichheit.
Als sich die beiden Mädchen zum ersten Mal begegnen, fühlen sie sich sofort zueinander hingezogen. Die gleiche Leidenschaft fürs Tanzen und für Musicals verbindet sie, doch auch derselbe Londoner Vorort und die Hautfarbe. Ihre Wege trennen sich, als Tracey tatsächlich Tänzerin wird und erste Rollen in Musicals bekommt. Ihre Freundin wiederum jettet als Assistentin der berühmten Sängerin Aimee um die Welt. Als Aimee in Afrika eine Schule gründen will, reist sie ihr voraus und lässt sich durch das Land, in dem ihre Wurzeln liegen, verzaubern und aus dem Rhythmus bringen.
Dieser grandiose Roman von Zadie Smith, der in den USA und in Großbritannien von Presse und Publikum gefeiert wird, erzählt am Beispiel zweier Freundinnen vom Siegen und Scheitern, vom Beginnen und Enden.


Meine Meinung:

Was für ein starkes Buch. Schon das Cover hat mich magisch angezogen, und die ersten Seiten haben den Bann, den dieses Buch auf mich ausübt, nur noch verstärkt.

Besondere Beiträge

Die besten Jugendbücher

Samstag, August 12, 2017

Romane Rezensionen Leseprobe
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Heute ist internationaler Tag der Jugend. Yay! Das habe ich mal zum Anlass genommen, meine Top 7 Jugendbücher der letzten Jahre vorzustellen. 

Tolle Kinder- und Jugendbücher gibt es natürlich schon gaaaanz lange. Ich bin aufgewachsen mit Momo, Die Unendliche Geschichte, Drachenreiter, Herr der Diebe und später dann Harry Potter und  Tintentrilogie. Cornelia Funke und J. K. Rowling haben meine buchige Kindheit wohl am stärksten geprägt. 

Aber wie ist das so in der letzten Zeit? Was hat der Buchmarkt aktuell für Kinder und Jugendliche zu bieten? 
Mit einem Klick auf die Titel gelangt ihr zu den Rezensionen, wo es nähere Infos zum Inhalt und meinen Bewertungen gibt. 

Jugendbuch

The Hate U Give (THUG) - Angie Thomas [Rezension]

Sonntag, August 06, 2017

THUG Buchempfehlung Bestseller Leseprobe Buchtipp Buchempfehlung Rassismus PolizeigewaltKurzmeinung:

Ein bewegendes und authentisches Buch über Rassismus und Polizeigewalt in den USA. Ein Jugendbuch, das ich aber auch jedem Erwachsenem empfehlen würde. 

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Klappentext: 

Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen...

Meine Meinung: 


Genforschung

Elefant - Martin Suter [Rezension]

Donnerstag, August 03, 2017

Roman Buchtipp Genetik Obdachlosigkeit Liebe Alkoholismus Zirkus Kurzmeinung:

Ein wirklich zauberhaftes Buch, das man kaum aus der Hand legen mag. Spannend, unterhaltend, witzig, klug und mit einem süßen Mini- Elefanten. Was will man mehr?

Bewertung: 5 Sterne

Klappentext:

Ein Wesen, das die Menschen verzaubert: ein kleiner rosaroter Elefant, der in der Dunkelheit leuchtet. Plötzlich ist er da, in der Höhle des Obdach­losen Schoch, der dort seinen Schlafplatz hat. Wie das seltsame Geschöpf entstanden ist und woher es kommt, weiß nur einer: der Genforscher Roux. Er möchte daraus eine weltweite Sensation machen. Allerdings wurde es ihm entwendet. Denn der burmesische Elefantenflüsterer Kaung, der die Geburt des Tiers begleitet hat, ist der Meinung, etwas so Besonderes müsse versteckt und beschützt werden.


Meine Meinung:

Krieg

Der erste Stein - Carsten Jensen [Rezension]

Dienstag, August 01, 2017

Krieg Terror Soldaten Afghanistan Taliban Fanatsimus Buchtipp Bestseller BuchblogKurzmeinung:

Ein gewaltiges Buch über Krieg, Tod, Verrat und Fanatismus, aber auch über Menschlichkeit, Familie und Freundschaft. Carsten Jensen schafft es, die Komplexität des Krieges darzustellen – und das auch noch unglaublich spannend.
 
Bewertung: 5 Sterne 

Klappentext:

Im Herz der Finsternis – Der große Antikriegsroman von einem der schärfsten Gegner des militärischen Engagements des Westens in Afghanistan

In einem Militärcamp in Afghanistan trifft ein Zug dänischer Soldaten ein, 24 Männer und die Soldatin Hannah unter Führung des charismatischen Rasmus Schrøder. Alle sind hochmotiviert, hervorragend ausgebildet und abenteuerhungrig. Doch die Tage fließen monoton dahin, bis durch eine Landmine zwei Männer sterben und eine sich immer schneller drehende Spirale der Gewalt in Gang setzt. Als schließlich Schrøder die Truppe verrät, gerät alles außer Kontrolle.

Meine Meinung: 

Lesemonat

Lesemonat || Juli

Sonntag, Juli 30, 2017

Hallo ihr Lieben,
Da ist der Juli schon wieder vorbei. Es war lesemäßig ein recht erfolgreicher Monat und ich liebe es ja einfach so sehr, draußen in der Sonne zu lesen. Es hätten für meinen Geschmack ruhig noch mehr sonnige Tage dabei sein dürfen, aber man nimmt ja, was man kriegen kann. Und ich habe die Gelegenheiten zum draußen Lesen immer genutzt, so oft ich konnte.
Auch auf dem Blog war einiges los, diesen Monat. Ich sag nur: SuB Abbau, Neuerscheinungen und Halbjahreshighlights.


Was macht der SuB?

Diesen Monat habe ich  6 Bücher vom SuB gelesen. Allerdings sind dafür auch 6 neue Bücher bei mir eingezogen! SECHS! Ich weiß ehrlich nicht, wie das passieren konnte. Zwei davon habe ich allerdings gewonnen. Da konnte ich also gar nichts dafür. Die anderen... na gut, da bin ich schuldig! Das heißt, obwohl ich so fleißig Bücher aus meinem Regal gelesen habe, komme ich insgesamt trotzdem nur auf  +/- 0 für den SuB. Ähm, ja, also das läuft zugegeben gerade nicht so toll für den SuB Abbau... 
Aber im August wird dann noch mal richtig intensiv an der SuB Reduktion gearbeitet, denn ich mache ja bei der SuB den Sommer Challenge mit, die noch bis zum 20.08 läuft.


    Lesehighlights Bücher Roman Buchtipp Buchblog Blogger

    Gelesene Bücher


    Nujeen (Flucht in die Freiheit) - Christina Lamb & Nujeen Mustafa [Rezension]

    Donnerstag, Juli 27, 2017

    Leselust Bücherblog Buchtipp Flüchtling Syrien Krieg Terror Kurzmeinung:

    Ein wirklich bewegendes Buch über eine beeindruckende junge Frau, die vor Krieg und Terror in Syrien geflohen ist und sich auf den weiten und gefährlichen Weg nach Deutschland gemacht hat. Sie gibt den vielen Geflüchteten ein Gesicht. Das Buch wird mich nicht so schnell loslassen und ich kann es nur weiterempfehlen.

    Bewertung: 4 Sterne

    Klappentext:

    Was bedeutet es wirklich, ein Flüchtling zu sein, durch den Krieg frühzeitig erwachsen werden zu müssen, die geliebte Heimat hinter sich zu lassen und vom Wohlwollen anderer abhängig zu sein?

    Die sechzehnjährige Nujeen erzählt, wie der syrische Krieg eine stolze Nation zerstört, Familien auseinander reißt und Menschen zur Flucht zwingt. In Nujeens Fall zu einer Reise durch neun Länder, in einem Rollstuhl. Doch es ist auch die Geschichte einer willensstarken jungen Frau, die in Aleppo durch eine Krankheit ans Haus gefesselt ist und sich mit amerikanischen Seifenopern Englisch beibringt, weil sie die starke Hoffnung auf ein besseres Leben hat. Eine Hoffnung, die sich nun vielleicht fern der Heimat in Deutschland erfüllen kann.

    Es ist die Geschichte von Flucht, dem Verlust der Heimat, die Geschichte unserer Zeit – erzählt von einer bemerkenswert tapferen Syrerin, die nie aufgehört hat, zu lächeln.


    Meine Meinung:


    Besondere Beiträge

    Ich und mein Blog [Blogparade]

    Dienstag, Juli 25, 2017

    So, ich bin wahrscheinlich eine der letzten, die mitmacht, aber ich finde die Idee zur Blogparade von Angeltearz großartig und wollte mir das nicht entgehen lassen. Ich liebe es, bei Blogs mal ein bisschen hinter die Fassade gucken zu können und den Mensch hinter der Internetseite ein bisschen kennenzulernen. Deswegen möchte ich mich hier auch gerne ein bisschen zeigen. ;)


    Buchtipps Buchempfehlungen Rezension Literaturblog Literaturempfehlung

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    1. Wer bist du? Stell dich vor!
    Ich bin Julia, 24, und studiere Psychologie. Neben dem Bloggen und Lesen ist Musik meine große Leidenschaft. Ich singe im Chor, schreibe Lieder und meine neuste große Liebe ist meine Ukulele. Ansonsten bin ich auch gerne draußen unterwegs, ob beim Spaziergang mit meinem Hund, bei einer Radtour oder beim Wandern durch schön Landschaften. Auch Handarbeiten mag ich sehr und an regnerischen Abenden sitze ich gern in meinem Sessel und häkel an einem Schal oder einem Kuscheltier für meinen süßen Patensohn.
    Nebenberuflich bin ich auch noch leidenschaftlichere Kaffeetrinkerin und ich liebe es in einem kleinen Café zu sitzen und bei einem leckeren Stück Kuchen und einem Heißgetränk lange Gespräche mit Freunden zu führen.
    Ich mag die Berge, aber ich liebe das Meer. Ich liebe meinen Hund, aber Katzen sind mir unheimlich. Ich hätte gern ein eigenes Bücherzimmer, hab aber in meiner kleinen Wohnung nicht mal Platz für ein drittes Bücherregal. Ich bin ein absoluter Familienmensch.


    Bücherblog Buchliebhaberin Booklover Booknerd Rezensionen Blog Leseliebe

    So, und jetzt kommst du - Arno Frank [Rezension]

    Donnerstag, Juli 20, 2017

    Kurzmeinung:

    Ein Roman, basierend auf eigenen Erlebnissen und Erinnerungen des Autors. Eine Flucht durch Europa, geschildert in lockerem Ton. Sehr authentisch, spannend und unterhaltsam.
    Wir begleiten ausgefallene und sympathische Charaktere auf ihrem Weg durch abwechslungsreiche Kulissen und vergessen dabei fast, dass es sich hier um einen autobiografisch angelehnten Roman handelt.

    Bewertung: 3 Sterne



    Klappentext:

    Der eigene Vater ein Hochstapler – nach einer wahren Geschichte

    Aufregend, wenn die Eltern auf der Flucht vor der Polizei ihre Kinder mitschleppen. Aber für die drei Geschwister verwandelt sich das Abenteuer bald in einen Albtraum. Ihre Odyssee führt sie quer durch Europa. Ein Roman wie ein Roadmovie.

    Eine ebenso tragische wie komische Familiengeschichte. Vater, Mutter und drei Kinder in der pfälzischen Provinz der Achtzigerjahre. Der Autoverkäufer Jürgen und seine Frau Jutta sind verschuldet, aber glücklich. Als auf einmal das »große Geld« da ist, wandert die Familie fluchtartig nach Südfrankreich aus. Dort leben vor allem die drei Geschwister wie im Paradies, doch die Eltern benehmen sich immer seltsamer – bis ein Zufall enthüllt, dass der Vater ein Hochstapler ist. Er hat das Geld unterschlagen und bereits aufgebraucht, als sich die Schlinge enger zieht. Im letzten Moment flieht die Familie vor dem Zugriff der Behörden und die Jagd durch Europa geht weiter. Es ist ein freier Fall auf Kosten der Kinder, bis es unweigerlich zum Aufprall kommt …



    Meine Meinung:


    Besondere Beiträge

    Bücher für den Sommer

    Sonntag, Juli 16, 2017

    Entworfen durch Freepik

    Auch wenn das Wetter vielerorts es kaum vermuten lässt: Es ist Sommer! Das ist die Zeit der langen Sommerferien, Semesterferien oder des Sommerurlaubs. Und für uns Leseratten bedeutet das: besonders viel Lesezeit.
    Falls ihr noch auf der Suche nacht der richtigen Sommerlektüre seid, dann seid ihr hier genau richtig.
    Hier findet ihr Schmöker, die perfekt für den Sommerurlaub am Strand oder laue Sommernächte auf der heimischen Terrasse geeignet sind. Oder die euch in warme, ferne Länder entführen, wenn das Urlaubswetter nicht so mitspielt. Zwischen die Buchseiten kann man schließlich immer fliehen. 
    Mit einem Klick auf den Titel gelangt ihr zur Rezension.

    Besondere Beiträge

    Halbjahreshighlights 2017

    Freitag, Juli 14, 2017

    Die erste Hälfte von 2017 ist schon wieder vorbei. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergangen ist.
    Für mich ist das ein guter Anlass, mal über meinen Lesestoff der letzten 6 Monate zu reflektieren und meine Halbjahreshighlights zu küren.


    beste Romane 2017 Buchhighlights Buchempfehlungen Rezensionen Buchtipps


    Insgesamt habe ich 34 Bücher mit insgesamt  13.666 Seiten gelesen. Also ca. 75 Seiten am Tag. Das finde ich ziemlich gut, so kann es gerne weiter gehen.

    Aus diesen 34 Bücher sind folgende 5 Titel für mich herausgestochen, weil sie besonders spannend oder besonders bewegend waren. Oder einfach einen besonderen Eindruck bei mir hinterlassen und mich noch lange beschäftigt haben.
    Mit einem Klick auf den Titel gelangt ihr zum Klappentext und zur Rezension.

    Rezension

    Das Scherbenhaus - Susanne Kliem [Rant- Rezension]

    Freitag, Juli 07, 2017

    Kurzmeinung:

    Platte Charaktere treffen auf einen unglaubwürdigen, langweiligen und vorhersehbaren Plot. Alles wirkt unecht und konstruiert. Ein Wunder, dass ich bis zum Ende durchgehalten habe. Die Lesezeit kann man besser investieren.

    Bewertung: 1 Stern


    Klappentext:

    Carla Brendel wird seit Monaten von einem Stalker verfolgt, der ihr Fotos mit bedrohlichen Motiven schickt: Menschliche Haut. Ein Messer. Wunden. Aus Angst vor dem Fremden flüchtet sie aus ihrer idyllischen Heimatstadt in Norddeutschland zu ihrer Halbschwester nach Berlin. In Ellens luxuriöser Wohnanlage "Safe Haven", die mit neuesten Sicherheitssystemen ausgestattet ist, fühlt sie sich beschützt. Doch kurz nach ihrer Ankunft verschwindet Ellen spurlos, ihre Leiche wird wenige Tage später aus der Spree geborgen. Ein tragischer Unfall? Oder wissen die anderen Hausbewohner mehr, als sie sagen? Carlas Zweifel wachsen. Sie bleibt und sucht nach der Wahrheit. Dabei merkt sie schnell, dass im "Safe Haven" ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen. Und es tödlich enden kann, wenn man zu viele Fragen stellt...

    Meine Meinung: 

    "Das Scherbenhaus" konnte mich nicht überzeugen.
    Die Charaktere sind eindimensional, unauthentisch und uninteressant. Die Bewohner des "Safe Haven" sollen wohl geheimnisvoll und mysteriös wirken. Das gelingt aber leider nicht und es kommt höchstens zu einiger Verwirrung beim Lesen.
    Spannung sucht man leider während eines Großteils der Handlung vergeblich. Der Plot ist langweilig und vorhersehbar. Er wirkt komplett konstruiert und das nicht mal gut, sondern sehr unglaubwürdig. Die Ereignisse plätschern nur so vor sich hin.
    Auch das Thema Stalking wird eher oberflächlich behandelt und die Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht, die ein Opfer empfindet, sind bei mir einfach nicht angekommen.

    Was macht einen guten Psychothriller -und so einer möchte dieses Buch ja offensichtlich sein- denn aus? Meiner Meinung nach sind das vielschichtige und komplexe Charaktere, eine dynamische Handlung mit vielen Verwicklungen, Irreführungen und Geheimnissen und eine düstrere Stimmung und rasante Ereignisse, die den Leser atemlos durch die Seiten fliegen lassen.
    Nichts davon hat dieses Buch auch nur ansatzweise geschafft und mein Lesevergnügen hielt sich einigermaßen in Grenze, wenn ich es mal nett formulieren soll.


    Fazit: 

    Schwache Charaktere, langweilige Handlung und vorhersehbare Auflösung. Von der Lektüre von "Das Scherbenhaus" von Susanne Kliem würde ich eher abraten.


    Biblio
    Verlag: Carl's Books
    Seiten: 336
    Preis: 14,99€ (Taschenbuch),  9,99€ (eBook)

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    Bittere Wunden - Karin Slaughter [Rezension]
    Totenfang - Simon Beckett [Rezension]



    Plauderecke: 

    Was muss ein Buch für euch unbedingt mitbringen, damit es ein guter Psychothriller ist? 
    Und war "Scherbenhaus" auch für euch so eine Enttäuschung?

    Neuerscheinungen

    Neuerscheinungen Sommer 2017 -Teil 2

    Sonntag, Juli 02, 2017

    Wie versprochen gibt es nach der ersten Runde hier nun den zweiten Teil meiner Auswahl an buchigen Neuerscheinungen im Sommer 2017.  Es sind bestimmt einige Titel dabei, von denen ihr schon gehört habt, aber vielleicht entdeckt ihr ja auch das ein oder andere neue Buch. Also schnappt euch einen Stift und ergänzt fleißig eure Wunschliste.

    Leselust Buchblog Buchtipp Roman Thrille Übersicht

    Lesemonat

    Lesemonat || Juni

    Freitag, Juni 30, 2017

    Hallo ihr Lieben,
    Das neue Format des Monatsrückblicks ist bei euch ja gut angekommen. Das freut mich natürlich sehr. Es ist zwar etwas mehr Arbeit, aber ich freue mich, die Monatshighlights und andere spannende Infos für euch zusammenzutragen.
    Also, was war so los im Juni?


    Was macht der SuB? 

    Diesen Monat habe ich immerhin  3 Bücher vom SuB gelesen. Allerdings sind dafür auch 2 neue Bücher bei mir eingezogen, das heißt insgesamt -1 für den SuB. Das ist zugegeben nur ein kleiner Schritt für den SuB Abbau, aber immerhin geht's in die richtige Richtung.
    Und in den nächsten 6 Wochen wird dann ja richtig intensiv an der SuB Reduktion gearbeitet, denn ich habe mich entschlossen, bei der SuB den Sommer Challenge mitzumachen.


    Neu im Regal


      Buchempfehlungen Lesemonat Lesestatistik Romane Thriller Leseprobe


      Gelesene Bücher

      Diesen Monat habe ich ganze 6 Bücher gelesen. Ingesamt komme ich damit auf 2.271 Seiten, also 76 Seiten pro Tag. Damit bin ich echt super zufrieden. So kann es gern weitergehen!
      Qualitätsmäßig war es eher ein durchwachsener Monat und ein absolut überwältigendes Highlight war leider nicht dabei, obwohl mir "Die Fotografin" schon sehr gut gefallen hat. Aber mit "Das Scherbenhaus" war leider ein echter Flop dabei und auch "Ein untadeliger Mann" hat mich ziemlich enttäuscht.


      1. Ein Untadeliger Mann - Jane Gardham (2 Sterne)

      Roman England Kolonie Anwalt Jura Schicksal Leselust Bücherblog --> Durch dieses Buch habe ich mich eigentlich eher durchgequält. Schlecht war die Geschichte nicht, aber so richtig packen konnte sie mich auch nicht. Die Charaktere sind ganz nett, die Geschichte ist ganz nett und konnte mir ab und an ein müdes Lächeln entlocken. Mehr aber auch nicht. 

      Klappentext:
      Alles an Edward Feathers ist ohne Fehl und Tadel – seine Garderobe, seine Manieren und sein Ruf als Anwalt mit glänzender Karriere in Hongkong. Nun ist er alt und muss mit dem Tod seiner Frau Betty zurechtkommen, so wie er immer mit allem zurechtgekommen ist. Seine perfekte Haltung täuscht alle und manchmal sogar ihn selbst. Doch mit Bettys Tod bricht etwas in ihm auf, und behutsam beginnt Feathers, vergangene Ereignisse ans Licht zu holen. An einem kalten englischen Wintermorgen setzt er sich ans Steuer seines Wagens und fährt los, das eigene Leben zu erkunden.



      2. Die Fotografin - William Boyd (4 Sterne) 

      Weltkrieg Fotografie Leselust Bücherblog Biografie Feminismus Berlin London Paris New York--> Zwar keine Biografie, aber ein Roman, basierend auf dem Leben von Amor Clay. Der Autor William Boyd versteht es hervorragend, Fakten und Fiktion zu verweben und erzählt sehr eindrücklich über das spannende und ereignisreiche Leben einer starken Frau. Das Leben der Fotografin bietet dafür auch ausreichend Stoff und so fliegen die knapp 600 Seiten nur so dahin. Zur Rezension "Die Fotografin"

      Klappentext:
      Ein Klick, die Blende schließt – der Startschuss zu einem neuen Leben. Mit sieben hält Amory Clay ihre erste Kamera in Händen, eine Kodak Brownie Nummer 2, und mit ihr sind alle Weichen gestellt. Amory Clay, Fotografin, Reisende, Kriegsberichterstatterin. Statt als Gesellschaftsfotografin in London zu reüssieren, lässt Amory alles Vertraute hinter sich und beginnt 1931 ein Leben voller Unwägbarkeiten in Berlin. Ein Berlin der Nachtclubs, des Jazz, der Extravaganz und Freizügigkeit – und der ersten Anzeichen von Bedrohung und Willkür.


      3. Als wir unbesiegbar waren - Alice Adams (3 Sterne)

      Rezension Liebe Freundschaft Erwachsenwerden London Leselust Bücherblog-->  Ein netter Roman, der mich aber erst gegen Ende wirklich fesseln konnte. Wir begleiten vier Freunde auf dem Weg durch ihr Leben, durch Höhen und Tiefen. Durch Herausforderungen in der Liebe und Familie. Aber eben auch durch ihren Alltag. Zur Rezension "Als wir unbesiegbar waren" 

      Klappentext:
      An der Universität sind Eva, Benedict, Sylvie und Lucien unzertrennlich. Als sie Ende der Neunzigerjahre ihr Studium beenden, glauben sie sich am Beginn eines aufregenden Lebens. Die Welt wird für sie nur das Beste bereithalten. Eva plant eine Karriere im Finanzbusiness. Sie will sich sowohl von ihrem Vater, einem bekennenden Sozialisten, als auch von ihrer unerwiderten Liebe zu Lucien befreien. Benedict verschreibt sich der Wissenschaft und hofft weiterhin, Eva für sich zu gewinnen – auch wenn er nicht so genau weiß wie. Die Geschwister Sylvie und Lucien dagegen
      streben vor allem eines an: ein freies Leben ohne Verpflichtungen und Verantwortung.
      Doch im Laufe der Jahre sehen die Freunde sich nur noch sporadisch, alle vier sind damit beschäftigt, ihre Träume und Pläne, die das Leben zu vereiteln scheint, zu retten. Zerbrochene Beziehungen und verhinderte Karrieren bringen sie schließlich wieder zusammen, jedoch ganz anders, als sie es sich vorgestellt hatten.



      4. So, und jetzt kommst du - Arno Frank  (3 Sterne)

      Roadtrip Flucht Biografie Hochstapler wahre Geschichte --> Ein Roman, basierend auf eigenen Erlebnissen und Erinnerungen des Autors. Eine Flucht durch Europa, geschildert in lockerem Ton. Sehr authentisch, spannend und unterhaltsam.
      Wir begleiten ausgefallene und sympathische Charaktere auf ihrem Weg durch abwechslungsreiche Kulissen und vergessen dabei fast, dass es sich hier um einen autobiografisch angelehnten Roman handelt. Zur Rezension "So, und jetzt kommst du"

      Klappentext:
      Aufregend, wenn die Eltern auf der Flucht vor der Polizei ihre Kinder mitschleppen. Aber für die drei Geschwister verwandelt sich das Abenteuer bald in einen Albtraum. Ihre Odyssee führt sie quer durch Europa. Ein Roman wie ein Roadmovie.

      Eine ebenso tragische wie komische Familiengeschichte. Vater, Mutter und drei Kinder in der pfälzischen Provinz der Achtzigerjahre. Der Autoverkäufer Jürgen und seine Frau Jutta sind verschuldet, aber glücklich. Als auf einmal das »große Geld« da ist, wandert die Familie fluchtartig nach Südfrankreich aus. Dort leben vor allem die drei Geschwister wie im Paradies, doch die Eltern benehmen sich immer seltsamer – bis ein Zufall enthüllt, dass der Vater ein Hochstapler ist. Er hat das Geld unterschlagen und bereits aufgebraucht, als sich die Schlinge enger zieht. Im letzten Moment flieht die Familie vor dem Zugriff der Behörden und die Jagd durch Europa geht weiter. Es ist ein freier Fall auf Kosten der Kinder, bis es unweigerlich zum Aufprall kommt…



      5. Das Scherbenhaus - Susanne Kliem (1 Stern)

      Leselust Bücherblog Psychothriller Mord Überwachung --> Platte Charaktere treffen auf einen unglaubwürdigen, langweiligen und vorhersehbaren Plot. Alles wirkt unecht und konstruiert. Ein Wunder, dass ich bis zum Ende durchgehalten habe. Die Lesezeit kann man besser investieren. Zur Rezension "Das Scherbenhaus".

      Klappentext:
      Carla Brendel wird seit Monaten von einem Stalker verfolgt, der ihr Fotos mit bedrohlichen Motiven schickt: Menschliche Haut. Ein Messer. Wunden. Aus Angst vor dem Fremden flüchtet sie aus ihrer idyllischen Heimatstadt in Norddeutschland zu ihrer Halbschwester nach Berlin. In Ellens luxuriöser Wohnanlage "Safe Haven", die mit neuesten Sicherheitssystemen ausgestattet ist, fühlt sie sich beschützt. Doch kurz nach ihrer Ankunft verschwindet Ellen spurlos, ihre Leiche wird wenige Tage später aus der Spree geborgen. Ein tragischer Unfall? Oder wissen die anderen Hausbewohner mehr, als sie sagen? Carlas Zweifel wachsen. Sie bleibt und sucht nach der Wahrheit. Dabei merkt sie schnell, dass im "Safe Haven" ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen. Und es tödlich enden kann, wenn man zu viele Fragen stellt...



      6. Fuchsteufelsstill - Niah Finnik (3 Sterne)

      Biografie Psychiatrie Autismus Schizophrenie Rezension Leselust Bücherblog --> Konnte leider meine (zugegeben) sehr hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen. Dennoch ein interessantes und sehr authentisches Buch über das Besiegen von Ängsten und der Frage: Was ist schon "normal"?
      Zur Rezension "Fuchsteufelsstill".

      Klappentext:
      Die siebenundzwanzigjährige Juli steht mitten im Leben – manchmal sogar ein bisschen zu sehr. Sie ist Autistin und jeder Tag bedeutet eine gewaltige Masse an Emotionen, die es zu meistern gilt. Als Juli nach einem missglückten Suizidversuch auf eine psychiatrische Station kommt, trifft sie dort auf die überschwänglich-herzliche Sophie und auf Philipp, der mal mehr und mal weniger er selbst, aber stets anziehend für Juli ist. Die drei nehmen Reißaus und verbringen ein gemeinsames Wochenende, nachdem nichts mehr so ist wie zuvor.



      Auf dem Blog

      Neues Blogdesign 
      Der aufmerksame Leser (und eigentlich auch der Unaufmerksame) wird es natürlich schon bemerkt haben: Der Blog kommt in einem nigelnagelneuen Gewand daher. Ich habe es mal wieder nicht mehr ausgehalten und musste etwas ändern. Erst war es der Header, jetzt war also das Design dran. Ich wollte es gern etwas Schlichter. Was sagt ihr zum neuen "Outfit"? Yay oder eher Nay? Denn im Endeffekt soll es euch ja gefallen und ihr hier gerne zum Lesen vorbeischauen.

      Neuerscheinungen
      Ich habe mal wieder in den Verlagsvorschauen gestöbert und für euch die vielversprechendsten Titel der Neuerscheinungen im Sommer 2017 zusammengetragen. Weil es aber mal wieder so viele tolle neue Bücher gibt, kommt am Sonntag noch ein zweiter Teil. Also haltet eure Wunschliste bereit.

      SuB Abbau 
      Das erscheint jetzt vielleicht etwas paradox, weil ich im Satz davor gerade über die vielen tollen Neuerscheinungen geschrieben habe, aber ich habe mich entschlossen, diesen Sommer mal den SuB Abbau etwas ernsthafter zu betreiben. Und weil ja gemeinsam alles leichter geht, mache ich bei der SuB den Sommer Challenge von Anna (Ink of Books) und Tabi (Ein Buch kommt selten allein) mit. Mal sehen, ob ich so meinen (erschreckend hohen) Stapel ungelesener Bücher etwas reduzieren kann.

      Rezensionen
      Diesen Monat habe ich auch wieder fleißig rezensiert und meine Meinung zu folgenden Bücher kundgetan:






      Ins Netz gegangen 

      In dieser Kategorie möchte ich euch gern interessante Artikel und Beiträge vorstellen, über die ich im Netz so gestolpert bin. Hier werde ich also ein paar Links sammeln, die ich selbst interessant fand und von denen ich denke, dass sie auch für euch spannend sein könnten. Und diesen Monat gab es wirklich viel zu entdecken.

      How to "Rezension schreiben"
      Die Rezensionen sind ja das Herzstück eines Bücherblogs. Anna von Ink of Books gibt auf ihrem Blog ein paar Tipps, wie man dabei am besten vorgeht und was man beachten sollte. Gerade für Neulinge in der Blogger- Welt vielleicht ganz interessant.

      Eine positive Meinung ist nicht gleich eine gekaufte Meinung
      Schon öfter ist mir im Netz die Aussage begegnet, dass ein Blog, auf dem Bücher überwiegend positiv bewertet werden, unglaubwürdig sei. Das man Blogger wegen positiver Bewertungen unter Generalverdacht stellt, sich von Verlagen zu Werbezwecken instrumentalisieren zu lassen, finde ich wirklich frech. Dem Beitrag von Sarah vom Blog Studierenichtdeinleben kann ich da nur vollkommen zustimmen. Man sollte Bloggern keinen Vorwurf daraus machen, dass sie ihren Buchgeschmack kennen und ein gutes Händchen für Bücher haben, die ihnen gefallen werden.

      Rezension zu "Unter Weißen" 

      Auf Elifs Blog "lost in written words" bin ich auf die Rezension zu "Unter Weißen" von Mohamed Amjahid gestoßen. Das Buch klingt sehr interessant und wird von der lieben Elif wunderbar vorgestellt. Man merkt, dass sie sich schon länger mit dem Thema Rassismus (und anderen -ismen) beschäftigt. Wer da interessiert ist, der sollte ruhig noch weiter auf ihrem Blog stöbern!

      Bücher mobil weiterlesen
      Kennt ihr das auch? Ihr lest gerade ein tolles Buch und wollt es immer dabei haben, um jede freie Minute lesen zu können? Aber das Buch ist ein echter Wälzer und ihr habt ständig Nackenschmerzen, weil eure Tasche gefühlt 1000kg wiegt?
      Dann könnte Papego die Lösung für euch sein. Mit der App kann man einfach bei seiner aktuellen Lektüre die Seite fotografieren, auf der man gerade ist, und dann auf dem Handy mobil weiterlesen. Wie cool ist das denn? Bis jetzt klappt das leider nur bei ausgewählten "papego- fähigen" Titeln, aber ich hoffe, dass sich die App durchsetzt und man das bald für alle Bücher benutzen kann.

      Digitale Bücherregale
      Stefan Mesch hat auf seinem Blog einen sehr interessanten Artikel über die Pros und Cons von Leseplattformen. Wie kann man Lovelybooks und Co nutzen, um seine Bücher zu verwalten und neue Bücher zu entdecken? 

      Plauderecke

      Habt ihr vielleicht auch eines der hier vorgestellten Bücher gelesen? Und war ein interessanter Link für euch dabei? Und was macht eigentlich euer SuB?
      Ich freue mich über eure Meinungen und Kommentare. :) 

      Besondere Beiträge

      SuB den Sommer

      Donnerstag, Juni 29, 2017

      (Design by: Freepik.com)

      Ein riesiger Stapel an ungelesenen Büchern türmt sich in der Zimmerecke und er wird und wird nicht kleiner, weil ständig neue tolle Bücher dazukommen? Ihr kennt das auch? Dann ist SuB den Sommer genau das richtige für euch. Gemeinsam wollen wir die lauen Sommernächte nutzen, um den SuB abzubauen und die Schätze zu lesen, die schon viel zu lange im Regal stehen.

      Der Sommer soll ganz im Zeichen des SuB Abbaus stehen!

      Wie ihr ja meinen Monatsrückblicken entnehmen könnt, versuche ich seit einiger Zeit (mehr oder weniger erfolgreich) meinen SuB (Stapel ungelesener Bücher) etwas zu reduzieren. Und weil schwierige Aufgaben ja gemeinsam immer leichter zu meistern sind, haben Anna von Ink of Books und Tabi von Ein Buch kommt selten allein eine SuB Abbau Challenge ins Leben gerufen. Gemeinsam sollen 15 abwechslungsreiche Aufgaben gelöst und dabei gleichzeitig tolle Bücher vom SuB befreit werden.

      3 Sterne

      Fuchsteufelsstill - Niah Finnik [Rezension]

      Mittwoch, Juni 28, 2017

      Rezension Selbstmord Autismus psychische Störungen Psychiatrie Leselust Blog Kurzmeinung:

      Konnte leider meine (zugegeben) sehr hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen. Dennoch ein interessantes und sehr authentisches Buch über das Besiegen von Ängsten und der Frage: Was ist schon "normal"?

      Bewertung: 3 Sterne


      Klappentext:

      Die siebenundzwanzigjährige Juli steht mitten im Leben – manchmal sogar ein bisschen zu sehr. Sie ist Autistin und jeder Tag bedeutet eine gewaltige Masse an Emotionen, die es zu meistern gilt. Als Juli nach einem missglückten Suizidversuch auf eine psychiatrische Station kommt, trifft sie dort auf die überschwänglich-herzliche Sophie und auf Philipp, der mal mehr und mal weniger er selbst, aber stets anziehend für Juli ist. Die drei nehmen Reißaus und verbringen ein gemeinsames Wochenende, nachdem nichts mehr so ist wie zuvor.


      Meine Meinung:

      In diesem Buch werden viele wichtige Themen angesprochen. Es geht um Freundschaft und Liebe, um Ängste und um Tod. Aber vor allem geht es um die Frage, was eigentlich normal und was verrückt ist.
      Das geschieht allerdings, ohne die psychischen Leiden der drei Protagonisten zu sehr in den Fokus zu rücken. Ihre besonderen Stimmungen, Verhalten und Wahrnehmungen werden einfach als Teil von ihnen beschrieben, ohne sie zu bewerten. Und vor allen Dingen, ohne sie zu romantisieren. Das ist bei Büchern über psychische Störungen nämlich meiner Meinung nach oft die Gefahr. Jemand ist zum Beispiel Autist und wird als ganz besonders mit besonderen Fähigkeiten dargestellt. Es stimmt zwar, diesen Aspekte gibt es, aber die andere Seite, die Ausgrenzung und das Leid, wird dann oft vergessen. Nicht so in "Fuchsteufelsstill", wo eine sehr differenzierte Darstellung der Thematik erfolgt. Auch das Thema Suizid und seine Motive werden behandelt und auch sehr differenziert betrachtet. Das ist wirklich eine Gratwanderung, die Niah Finnik äußerst gut gelungen ist. Gerade der kühle, sachliche Blick mit dem die Protagonistin Juli die Dinge betrachtet ist sehr gut geeignet, solche schwierigen Themen darzustellen, ohne sie verklärt zu betrachten, aber auch nicht zu verurteilen.
      Auch der Aufenthalt in der Psychiatrie wird gut dargestellt. Die Ängste vor Stigmatisierung, die Anstrengungen, sich die ganze Zeit erklären und reflektieren zu müssen. Die Autorin, selbst Autisten, gibt sehr gute und authentische Einblicke und findet gute Metaphern für psychische Vorgänge.


      Was ist eigentlich normal?

      Und auch die Diskussionen, was als normal und was als "gestört" angesehen wird, ist sehr interessant. Wer legt die Definitionen fest? Sind diese Einteilungen naturgegeben oder doch nur Mensch gemacht? Diese eigentlich komplexen und schwierigen Gedanken werden aber immer mit einem Augenzwinkern dargestellt, sodass das Buch trotzdem keine schwere Lektüre ist.
      Herrlich fand ich zum Beispiel, als Juli sich wundert, warum Zwanghaftigkeit eine Störung ist, Intoleranz aber nicht. Kurzerhand schreibt sie einen imaginären DSM 5 Eintrag über Intoleranzitis. (S. 142) bei dem ich laut lachen musste.


      Es könnte so schön sein, aber...

      Das alles klingt ja nach einem großartigen Buch, oder? Und das könnte "Fuchsteufelsstill" auch sein. Warum gibt es dann "nur" drei Sterne, fragt ihr euch?
      Wegen des Schreibstils. Mit dem bin ich nämlich leider überhaupt nicht klar gekommen und der hat mich mit dem Buch kämpfen lassen und mir viel meiner Lesefreude genommen.
      Immer wieder schweift die Protagonistin Juli ab in Gedankenwelten, in die ich ihr einfach nicht folgen konnte oder wollte. Und dann wird das Lesen anstrengend.
      Autismus zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass das Gehirn die Umgebung ungefiltert wahrnimmt und die Betroffenen eine Informationsflut zu verarbeiten haben.
      Das macht die Gedankenausschweifungen, bei denen Juli von einem Aspekt zum nächsten, vom Hundertsten ins Tausendste kommt, zwar wahrscheinlich sehr authentisch, gleichzeitig hat es aber eben auch mein Lesevergnügen stark reduziert.
      Außerdem ist die nüchterne, analytische, manchmal fast schon emotionslose Schilderung zwar für viele der angesprochenen Themen sehr geeignet. Aber auf der anderen Seite sind mir dadurch die Charaktere auch nicht wirklich ans Herz gewachsen. Ich habe ihre Entwicklungen interessiert, aber doch eher distanziert verfolgt.


      Rezension Leselust Bücherblog Suizid Psychiatrie Freundschaft Selbstmord


      Fazit:

      In "Fuchsteufelsstill" gelingt Niah Finnik eine authentische und differenzierte Darstellung von psychischen Störungen und menschlichem Leid. Doch trotzdem ist die Botschaft eine positive, da in jeder Zeile Hoffnung, Kampfgeist und Lebensfreude mitschwingen. Und auch ernste Themen werden mit einem Augenzwinkern dargestellt und lassen den Leser nicht nur einmal schmunzeln.
      So richtig gern gelesen habe ich das Buch leider trotzdem nicht, weil ich sehr mit dem Schreibstil zu kämpfen hatte und mir das ziemlich die Lesefreude verdorben hat.


      Verlag: Ullstein (Fünf)
      Seiten: 304
      Preis: 14,99€ (Taschenbuch), 12,99€ (eBook)

      Meinen herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

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      Plauderecke:

      Habt ihr das Buch schon gelesen? Gehört ihr auch zu den begeisterten Fans des Buches, oder ging es euch eher wie mir?

      Über mich


      Hallöchen, ich bin Julia, 24, und der Bücherwurm hinter dem Blog Leselust.
      Seit 2016 blogge ich hier über Bücher, Literaturevents und was mich sonst so beschäftigt.
      Ich liebe Bücher, Kaffee, das Meer und Musik.
      Wenn ihr mehr über mich wissen wollt, dann schaut bei "Über mich" vorbei oder schreibt mir auch gern. Ich habe immer ein offenes Ohr für euch.


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