Ich und mein Blog [Blogparade]

19:48:00

So, ich bin wahrscheinlich eine der letzten, die mitmacht, aber ich finde die Idee zur Blogparade von Angeltearz großartig und wollte mir das nicht entgehen lassen. Ich liebe es, bei Blogs mal ein bisschen hinter die Fassade gucken zu können und den Mensch hinter der Internetseite ein bisschen kennenzulernen. Deswegen möchte ich mich hier auch gerne ein bisschen zeigen. ;)

Buchtipps Buchempfehlungen Rezension Literaturblog Literaturempfehlung

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1. Wer bist du? Stell dich vor!
Ich bin Julia, 24, und studiere Psychologie. Neben dem Bloggen und Lesen ist Musik meine große Leidenschaft. Ich singe im Chor, schreibe Lieder und meine neuste große Liebe ist meine Ukulele. Ansonsten bin ich auch gerne draußen unterwegs, ob beim Spaziergang mit meinem Hund, bei einer Radtour oder beim Wandern durch schön Landschaften. Auch Handarbeiten mag ich sehr und an regnerischen Abenden sitze ich gern in meinem Sessel und häkel an einem Schal oder einem Kuscheltier für meinen süßen Patensohn. Nebenberuflich bin ich auch noch leidenschaftlichere Kaffeetrinkerin und ich liebe es in einem kleinen Café zu sitzen und bei einem leckeren Stück Kuchen und einem Heißgetränk lange Gespräche mit Freunden zu führen.
Ich mag die Berge, aber ich liebe das Meer. Ich liebe meinen Hund, aber Katzen sind mir unheimlich. Ich hätte gern ein eigenes Bücherzimmer, hab aber in meiner kleinen Wohnung nicht mal Platz für ein drittes Bücherregal. Ich bin ein absoluter Familienmensch.

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2. Seit wann bloggst du? Und wie bist du zum Bloggen gekommen?
Mein Blog hat vor gar nicht langer Zeit seinen ersten Geburtstag gefeiert. Ich kann es noch gar nicht so richtig glauben, dass es schon über ein Jahr ist. Gleichzeitig fühlt es sich aber auch schon viel länger an. Wie bin ich dazu gekommen? Also ich habe schon immer viel gelesen und bin auch seit Jahren in einem großartigen Buchclub, in dem ich mit tollen Mädels über schöne Bücher reden kann. Der Austausch über das Gelesene war mir schon immer sehr wichtig. Dann bin ich auf Lovelybooks aufmerksam geworden und konnte mich nun auch dort über Bücher austauschen. Da habe ich dann auch angefangen, meine Meinung zu Büchern schriftlich festzuhalten. Und irgendwann hat mir das dann nicht mehr gereicht und ich wollte gern etwas "eigenes". Die Idee eines Blogs hatte mich schon länger gereizt und -zack- so war der "Leselust" geboren. :)


3. Weiß dein Umfeld davon, dass du bloggst? Wenn ja, was sagen sie dazu? Wenn nein, warum nicht?
Zunächst habe ich es niemandem erzählt. Ich hatte irgendwie Angst vor komischen Reaktionen; das Leute es lächerlich finden würden. Aber nach und nach ist mein Blog dann gewachsen und ich habe immer mehr positives Feedback zu meinen Rezensionen bekommen und durfte sogar Bücher für Verlage besprechen. Das hat mich dann sehr bestärkt und mich auch irgendwie stolz gemacht. Absolutes Highlight war für mich, als ich für die Leipziger Buchmesse akkreditiert wurde. Und das hat mir dann den Mut gegeben, auch ganz offen zu meinem Blog zu stehen. Jetzt erzähle ich sogar gerne davon und ich wette, manche meiner Freunde können meine ewig langen Ausschweifungen über meine neusten Blog- Erlebnisse schon nicht mehr hören. ;D


4. Nutzt du Social Media? Und wie kann man dir folgen?
Ja, und zwar leidenschaftlich gern. Ich wette, ich würde doppelt so viele Bücher im Monat lesen können, wenn ich nicht so viel Zeit auf Twitter, Instagram und Co verbringen würde. :D 

Lovelybooks
Google+


5. Gibt es etwas, was dich an der Bloggerwelt stört? Und was würdest du dir wünschen?
Puh, also so richtig doll stört mich eigentlich nichts. Ich habe die Bloggerwelt bisher als sehr liebenswürdig und offen erlebt. Aus Drama und Streitereien halte ich mich raus -da habe ich einfach keinen Nerv für. 
Ich liebe des Austausch über die sozialen Netzwerke, aber ich würde mir vielleicht ein bisschen mehr Austausch auf den Blogs wünschen. Ich lese viel und gern bei anderen Blogs und schreibe auch gern Kommentare, bin aber schon immer ein bisschen enttäuscht, wenn darauf dann keine Reaktionen kommen. Da würde ich mir mehr Interaktion wünschen.


6. Und was magst du an der Bloggerwelt?
Ich liebe es, so viele Gleichgesinnte getroffen zu haben, die mich in meiner Leidenschaft für Bücher verstehen können, mit denen ich gemeinsam auf Erscheinungstermine hinfiebern kann und über Bücher reden kann. Zu wissen, das man damit nicht alleine ist, ist ein großartiges Gefühl. Außerdem habe ich über den Blog schon einige tolle Leute kennenlernen dürfen, manche bisher leider nur online, andere habe ich auch schon persönlich treffen können, zum Beispiel auf der Leipziger Buchmesse. 
Ja, und wie bereits erwähnt, habe ich die Buchcommunity bisher als sehr freundliche, offen und hilfsbereit erlebt. Das weiß ich sehr zu schätzen. Gerade am Anfang hat es mir den Einstieg deutlich erleichtert, dass mir bei Fragen geholfen wurde. Ich hatte schon das Gefühl, nett aufgenommen werden zu sein. Natürlich gibt es irgendwo immer mal Konflikte, aber das lässt sich bei so vielen unterschiedlichen Menschen wohl auch nicht vermeiden. ;) Die Hauptsache ist, man bleibt fair und sachlich und kann offen diskutieren. Dann kann so etwas ja auch durchaus spannend sein und den Horizont erweitern. :)


7. Liest du auch außerhalb deines eigenen "Blogbereiches" oder liest du als z. B. Buchblogger nur Buchblogs?
Ich lese tatsächlich hauptsächlich andere Buchblogs. Ab und zu bin ich auch mal auf Koch-, Back- oder Handarbeitsblogs unterwegs, aber da gibt es eigentlich keinen, den ich regelmäßig lese. Da schaue ich dann nach Bedarf vorbei, wenn ich Inspiration brauche.


8. Vernetzen ist wichtig. Hast du Lieblingsblogs? Zeig mal!
Ich liebe natürlich meine BBF Crew. Wir sind eine bunte Gruppe aus Autoren, Lesern und Bloggern, die sich irgendwie auf Twitter gefunden haben und seit dem stehen mir diese tollen Menschen mit Rat und Tat zur Seite, hören sich geduldig meine Probleme an. Das hat sich zum Glück gleich ganz am Anfang meiner Blogger Zeit ergeben und ich bin führe ihre Unterstützung wirklich dankbar. 
Also einen fetten Knuddler an Janna, Kerstin, Gabi, Ascari, Nise, Sven und Jürgen. 
Ansonsten findet ihr meine Herzensblogs ja auch in meiner Blogroll, die ich auch regelmäßig aktualisiere. 


So, ich hoffe, ihr habt einen kleinen Eindruck von mir bekommen und ich habe euch nicht gelangweilt. Mir hat es Spaß gemacht, die Fragen zu beantworten und werde jetzt gleich mal stöbern gehen, wer sich im Rahmen der Blogparade sonst noch so vorgestellt hat. 
Liebst, Julia 




So, und jetzt kommst du - Arno Frank [Rezension]

17:20:00

Kurzmeinung:

Ein Roman, basierend auf eigenen Erlebnissen und Erinnerungen des Autors. Eine Flucht durch Europa, geschildert in lockerem Ton. Sehr authentisch, spannend und unterhaltsam.
Wir begleiten ausgefallene und sympathische Charaktere auf ihrem Weg durch abwechslungsreiche Kulissen und vergessen dabei fast, dass es sich hier um einen autobiografisch angelehnten Roman handelt.

Bewertung: 3 Sterne



Klappentext:

Der eigene Vater ein Hochstapler – nach einer wahren Geschichte

Aufregend, wenn die Eltern auf der Flucht vor der Polizei ihre Kinder mitschleppen. Aber für die drei Geschwister verwandelt sich das Abenteuer bald in einen Albtraum. Ihre Odyssee führt sie quer durch Europa. Ein Roman wie ein Roadmovie.

Eine ebenso tragische wie komische Familiengeschichte. Vater, Mutter und drei Kinder in der pfälzischen Provinz der Achtzigerjahre. Der Autoverkäufer Jürgen und seine Frau Jutta sind verschuldet, aber glücklich. Als auf einmal das »große Geld« da ist, wandert die Familie fluchtartig nach Südfrankreich aus. Dort leben vor allem die drei Geschwister wie im Paradies, doch die Eltern benehmen sich immer seltsamer – bis ein Zufall enthüllt, dass der Vater ein Hochstapler ist. Er hat das Geld unterschlagen und bereits aufgebraucht, als sich die Schlinge enger zieht. Im letzten Moment flieht die Familie vor dem Zugriff der Behörden und die Jagd durch Europa geht weiter. Es ist ein freier Fall auf Kosten der Kinder, bis es unweigerlich zum Aufprall kommt …



Meine Meinung:

Betrug, Flucht und eine Verfolgungsjagd durch mehrere Länder. Und mitten drin drei Kinder, die den Machenschaften ihrer Eltern schutzlos ausgeliefert sind. Sehen die Kinder es zunächst noch als großes Abenteuer, so bekommen sie später zunehmend die negativen Konsequenzen zu spüren.

 Das Buch ist in einem lockeren Ton geschrieben und einige Mal musste ich beim Lesen schmunzeln.  Je weiter man liest, desto mehr bleibt einem jedoch das Lachen im Halse stecken, besonders wenn man bedenkt, dass es basierend auf wahren Erlebnissen des Autors geschrieben wurde.
Teilweise liest sich die Gescheite wie ein ausgefallener Road Trip, bis einem wieder einfällt, dass es sich hier um echte Erinnerungen handelt und man über so viel Verantwortungslosigkeit der Eltern nur den Kopf schütteln kann.

Der Schreibstil lässt einen schnell durch die Geschichte gleiten und obwohl viel vom Alltag der Familie geschrieben wird, ist es keineswegs alltäglich. Schnell hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen und die Seiten flogen nur so dahin, obwohl sich zwischendurch auch einige Längen und Wiederholungen finden. 




Fazit: 

Eine Familie auf der Flucht durch ganz Europa -fesselnd, witzig, tragisch und authentisch. Dieses Buch ist für Fans von spannenden Roadtrips genauso geeignet wie für Leser bewegender Schicksalsromane. Auch wenn es sich bei der Geschichte nicht um ein herausragendes Lesehighlight handelt, so kann ich die Lektüre dennoch mit gutem Gewissen jedem empfehlen. 


Biblio:
Verlag: Klett- Cotta
Seiten: 352
Preis: 22,00€ (Hardcover), 17,99€ (eBook)



Plauderecke: 

Habt ihr das Buch schon gelesen? Und wie steht ihr zu Geschichten mit einem wahren Hintergrund? Lest ihr sie besonders gerne, oder lasst ihr lieber die Finger davon? 

Bücher für den Sommer

12:03:00

Entworfen durch Freepik

Auch wenn das Wetter vielerorts es kaum vermuten lässt: Es ist Sommer! Das ist die Zeit der langen Sommerferien, Semesterferien oder des Sommerurlaubs. Und für uns Leseratten bedeutet das: besonders viel Lesezeit.
Falls ihr noch auf der Suche nacht der richtigen Sommerlektüre seid, dann seid ihr hier genau richtig.
Hier findet ihr Schmöker, die perfekt für den Sommerurlaub am Strand oder laue Sommernächte auf der heimischen Terrasse geeignet sind. Oder die euch in warme, ferne Länder entführen, wenn das Urlaubswetter nicht so mitspielt. Zwischen die Buchseiten kann man schließlich immer fliehen. 
Mit einem Klick auf den Titel gelangt ihr zur Rezension.


1. Solange wir lügen - E. Lockhart 

Ein Buch voller Spannung, Freundschaft, Liebe und vielen Geheimnissen. Die Geschichte ereignet sich dann auch noch während der warmen Sommermonate auf einer idyllischen Insel. Wenn das nicht das perfekte Buch für den Sommer ist, dann weiß ich auch nicht. Ich fand das Buch übrigens so spannend, das ich es an einem Tag verschlungen habe.

Klappentext: 
Eine wohlhabende Familie.
Ein Mädchen ohne Erinnerung an die letzten beiden Sommer.
Vier Jugendliche, deren Freundschaft in einer Katastrophe endet.
Ein Unfall. Ein schreckliches Geheimnis.
Nichts als Lügen. Wahre Liebe. Die Wahrheit.





2. Das Böse unter der Sonne - Agatha Christie 

Ein Klassiker von der Krimi- Queen Agatha Christie. Eigentlich möchte der Meisterdetektiv Hercule Poirot nur Urlaub machen und entspannen. Doch dann wird ein Hotelgast ermordet und die Fähigkeiten des Ermittlers werden benötigt. Jetzt muss Poirot seine Mitreisenden genauer unter die Lupe nehmen. Ein sehr spannender Fall voller überraschender Wendungen und einer brillanten Auflösung. Und auch bei dieser Lektüre fühlt man sich, als wäre man selbst am Meer und man kann fast das Wellenrauschen hören.

Klappentext: 
Auf der kleinen Ferieninsel in Devon, wo Hercule Poirot sich einen Urlaub gönnt, herrscht erdrückende Hitze. Auch die Stimmung unter den Hotelgästen scheint unangenehm aufgeheizt. Als die berühmte Schauspielerin Arlena Stuart erwürgt in einer nahegelegen Bucht aufgefunden wird, geraten alle Gäste unter Verdacht, darunter auch die Stieftochter des Opfers, die ihre Mutter hasste. Poirot ahnt, dass die Lösung des Falls nicht so einfach ist, wie es den Anschein hat.



3. Mein bester letzter Sommer - Anne Freytag 

Keine locker- leichte Sommerlektüre, aber trotzdem empfehlenswert. Tessa ist todkrank und hat nicht mehr viel Lebensmut. Doch dann verliebt sie sich in Oskar und gemeinsame brechen sie auf, um Tessas letzten Sommer zusammen zu verbringen. 
Das Buch hat nun wirklich kein heiteres Thema. Trotzdem ist es stellenweise auch zum Lachen. Tessa und Oskar sind wirklich süß zusammen und haben sich sehr schnell in mein Herz geschlichen. In dem Buch gibt es einfach das ganze Gefühlsspektrum. Es ist zum Lachen, zum Weinen, sehr romantisch, aber auch sehr traurig. Und ganz nebenbei Touren wir auch noch durchs sommerliche Europa. 

Klappentext: 
Tessa hat immer gewartet – auf den perfekten Moment, den perfekten Jungen, den perfekten Kuss. Weil sie dachte, dass sie noch Zeit hat. Doch dann erfährt das 17-jährige Mädchen, dass es bald sterben muss. Tessa ist fassungslos, wütend, verzweifelt – bis sie Oskar trifft. Einen Jungen, der hinter ihre Fassade zu blicken vermag, der keine Angst vor ihrem Geheimnis hat, der ihr immer zur Seite steht. Er überrascht sie mit einem großartigen Plan. Und schafft es so, Tessa einen perfekten Sommer zu schenken. Einen Sommer, in dem Zeit keine Rolle spielt und Gefühle alles sind …




4. Als wir unbesiegbar waren - Alice Adams 

Dies ist ein eher seichter Roman für den Sommer. Über zwei Jahrzehnte begleiten wir vier Freunde, die sich schon seit Uni- Zeiten kennen, auf ihrem Weg durchs Leben. Ein Buch über Freundschaft, Liebe und das Erwachsenwerden. 

Klappentext:
An der Universität sind Eva, Benedict, Sylvie und Lucien unzertrennlich. Als sie Ende der Neunzigerjahre ihr Studium beenden, glauben sie sich am Beginn eines aufregenden Lebens. Die Welt wird für sie nur das Beste bereithalten. Eva plant eine Karriere im Finanzbusiness. Sie will sich sowohl von ihrem Vater, einem bekennenden Sozialisten, als auch von ihrer unerwiderten Liebe zu Lucien befreien. Benedict verschreibt sich der Wissenschaft und hofft weiterhin, Eva für sich zu gewinnen – auch wenn er nicht so genau weiß wie. Die Geschwister Sylvie und Lucien dagegen
streben vor allem eines an: ein freies Leben ohne Verpflichtungen und Verantwortung.
Doch im Laufe der Jahre sehen die Freunde sich nur noch sporadisch, alle vier sind damit beschäftigt, ihre Träume und Pläne, die das Leben zu vereiteln scheint, zu retten. Zerbrochene Beziehungen und verhinderte Karrieren bringen sie schließlich wieder zusammen, jedoch ganz anders, als sie es sich vorgestellt hatten.




5. Ich gebe dir die Sonne - Jandy Nelson

Ein wunderbares Jugendbuch voller Farben, Kunst, Freundschaft und Liebe. Dabei ist es aber Gleichzeit auch mal etwas völlig anders und hält sich nicht an Schema F. Die Charaktere sind wundervoll herausgearbeitet und echte Individuen. Und auch die Message des Buches ist sehr stark. 

Klappentext: 
Am Anfang sind Jude und ihr Zwillingsbruder Noah unzertrennlich. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich Hals über Kopf in den neuen, faszinierenden Jungen von nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift entdeckt, in ihrer Freizeit Kopfsprünge von den Klippen macht und für zwei redet. Ein paar Jahre später sprechen die Zwillinge kaum ein Wort miteinander. Etwas ist passiert, das die beiden auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen, charismatischen Künstler ...



Plauderecke: 

Was sind eure Buchtipps für den Sommer? Habt ihr eure Urlaubslektüre schon ausgewählt? 

Highlights

Halbjahreshighlights 2017

17:20:00

Die erste Hälfte von 2017 ist schon wieder vorbei. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergangen ist.
Für mich ist das ein guter Anlass, mal über meinen Lesestoff der letzten 6 Monate zu reflektieren und meine Halbjahreshighlights zu küren.


beste Romane 2017 Buchhighlights Buchempfehlungen Rezensionen Buchtipps


Insgesamt habe ich 34 Bücher mit insgesamt  13.666 Seiten gelesen. Also ca. 75 Seiten am Tag. Das finde ich ziemlich gut, so kann es gerne weiter gehen.

Aus diesen 34 Bücher sind folgende 5 Titel für mich herausgestochen, weil sie besonders spannend oder besonders bewegend waren. Oder einfach einen besonderen Eindruck bei mir hinterlassen und mich noch lange beschäftigt haben.
Mit einem Klick auf den Titel gelangt ihr zum Klappentext und zur Rezension.


Ellbogen von Fatma Aydemir 

Leselust Bücherblog Highlight bestes Buch 2017 Türkei Putsch Gewalt MigrationDieses Buch ist wirklich mein absolutes Highlight bisher. Mit Hazal zusammen konnte ich in eine andere Welt abtauchen und habe Einblicke bekommen, in die Perspektivlosigkeit und das Reinrutschen in eine Abwärtsspirale aus Diebstahl, Gewalt und Flucht.
Die Themen sind wirklich spannend, aktuell und außerordentlich gut umgesetzt.
Außerdem ist Hazal einfach eine sau coole Protagonistin, die ehrlich sagt, was ihr durch den Kopf geht. Die Sprache ist dadurch manchmal recht "rau" und unverblümt, aber eben auch nah und authentisch.

Die Fotografin von William Boyd

bester Roman 2017 Emanzipation Krieg Fotografie Amory Clay Nazi VietnamAuch ein großartiges Buch über eine starke Frau. Dieser biografische Roman erzählt die bewegende Geschichte von Amory Clay. In einer Zeit, in der es durchaus noch nicht üblich war, hat sie eigene Ideen, ist unabhängig und geht ihren eigenen Weg. Und der führt sie ins Nazi- Berlin, in Aufstände in London und Paris und schließlich als Kriegsreporterin nach Vietnam.
Der Autor William Boyd versteht es, Fakten und Fiktion zu einem spannenden und stimmigen Gesamtwerk zu verweben.


Auf Null von Catharina Junk

Leselust Bücherblog Buchempfehlung Krebs Roman SickLit Liebe Dieses Buch hat einfach alles. Es ist traurig, romantisch und so witzig, dass ich mehrmals laut lachen musste. Die sehr sarkastische Art der Protagonistin trifft genau meinen Humor. Aber das Buch bietet auch viel Stoff zum Nachdenken, denn es steckt auch eine ordentliche Portion Selbstreflexion in den Seiten. Wir begleiten Nina auf ihrem Weg zurück ins Leben, nachdem sie als "vom Krebs geheilt" aus dem Krankenhaus entlassen wird.



Der Club von Takis Würger

Leselust Bücherblog bestes Buch Highlight Buchempfehlung VergewaltigungFür mich die Neuentdeckung des Frühjahres.
Würger kombiniert die Zutaten "Cambridge", "Elite- Studentenclub" und "Verbrechen" und kreiert damit einen großartigen Spannungsroman. Dieses Buch musste ich einfach haben! Ich wurde dann auch nicht enttäuscht. Eine spannende und vielschichtige Geschichte, erzählt aus vielen verschiedenen Perspektiven, ohne jedoch zu verwirren. Die einzelnen Charaktere sind dabei sehr schön herausgearbeitet und auch durch ihre jeweils eigene Sprache klar von einander abgrenzbar. Was für ein Debüt, großartig!


Ragdoll von Daniel Cole 

Leselust Bücherblog Buchtipp Buchempfehlung SpannungDie perfekte Mischung aus Spannung und Humor. Die Ermittler sind jeweils ganz eigene Typen und die Dynamik im Team sehr interessant. Die mitreißende Geschichte lässt einen quasi durch die Seiten fliegen. Der bedrückende Fall nimmt einen jedoch nicht zu sehr mit, weil zwischendurch  herrlich trockene Kommentare das Ganze immer wieder auflockern.





Leselust Bücherblog Buchtipp Liebe Kunst Zwillinge Schwul Familie BuchempfehlungAls kleines Extra möchte ich euch auch noch "Ich gebe dir die Sonne" von Jandy Nelson ans Herz legen. Ein tolles Jugendbuch voller Kunst und Farbe. Über Liebe, Familie, Verletzungen, Lügen und VergebungDas alles verpackt in einem ganz besonderen Sprachstil. Dieses Buch hat eine wunderbare Message und eignet sich auch sehr, wenn man mal ein bisschen "diverser" lesen möchte.





Halbjahres- Lowlights 

Natürlich kann man nicht nur tolle Bücher lesen und ich möchte euch auch nicht meine Flops des Halbjahres vorenthalten. Hier als ganz kurz und schmerzlose meine größten Lese- Enttäuschungen aus der ersten Hälfte 2017:







Das Herzstück des Blogs: Rezensionen

Außerdem habe ich in der ersten Jahreshälfte 18 Rezensionen geschrieben. Also jedes zweite Buch rezensiert. Damit bin ich auch ganz zufrieden.






Weitere Highlights 

Ein ganz besonderes Event- Highlight war auf jeden Fall die Leipziger Buchmesse 2017. Ich habe so viele liebe Bloggerkollegen und -kolleginnen getroffen, zahlreiche spannende Veranstaltungen besucht und natürlich viele neue Bücher entdeckt. Sehr schön fand ich auch den netten Kontakt mit den Verlagsmitarbeitern. Es ist toll, nun ein Gesicht hinter den Mail- Adressen zu kennen. :) Der Höhepunkt war für mich aber, so viele Autoren zu treffen und mit einigen sogar nett zu plaudern. Unteranderem Takis Würger, Fatma Aydemir und Jussi Adler-Olsen waren dabei. Es war für mich ein wunderbares Gefühl zu merken, wie sehr die Arbeit der Blogger von den Autoren wertgeschätzt wird.


Ansonsten habe ich auch sehr große Freude daran gehabt, durch die Verlagsvorschauen zu blättern und meine Auswahl an Top Neuerscheinungen für euch zusammenzustellen. Das wird neben dem Lesen und Bloggen noch zum dritten Hobby, wenn das so weitergeht. :D


Was war sonst noch?
Mein kleiner Blog hat schon seinen ersten Geburtstag gefeiert und ganz viele von euch haben mitgefeiert, sich mitgefreut und gratuliert. Darüber war ich so glücklich. Es ist wirklich ganz unglaublich, in was für eine tolle Community ich da hineingefunden habe.



Plauderecke

Was waren denn eure Highlights 2017 bisher? Besonders interessieren mich natürlich eure Lese- Highlights. Hat ein Buch euch schon ganz besonders begeistern können? Und was habt ihr sonst Schönes erlebt in diesem Jahr? 

Rezension

Das Scherbenhaus - Susanne Kliem [Rant- Rezension]

15:45:00

Kurzmeinung:

Platte Charaktere treffen auf einen unglaubwürdigen, langweiligen und vorhersehbaren Plot. Alles wirkt unecht und konstruiert. Ein Wunder, dass ich bis zum Ende durchgehalten habe. Die Lesezeit kann man besser investieren.

Bewertung: 1 Stern


Klappentext:

Carla Brendel wird seit Monaten von einem Stalker verfolgt, der ihr Fotos mit bedrohlichen Motiven schickt: Menschliche Haut. Ein Messer. Wunden. Aus Angst vor dem Fremden flüchtet sie aus ihrer idyllischen Heimatstadt in Norddeutschland zu ihrer Halbschwester nach Berlin. In Ellens luxuriöser Wohnanlage "Safe Haven", die mit neuesten Sicherheitssystemen ausgestattet ist, fühlt sie sich beschützt. Doch kurz nach ihrer Ankunft verschwindet Ellen spurlos, ihre Leiche wird wenige Tage später aus der Spree geborgen. Ein tragischer Unfall? Oder wissen die anderen Hausbewohner mehr, als sie sagen? Carlas Zweifel wachsen. Sie bleibt und sucht nach der Wahrheit. Dabei merkt sie schnell, dass im "Safe Haven" ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen. Und es tödlich enden kann, wenn man zu viele Fragen stellt...

Meine Meinung: 

"Das Scherbenhaus" konnte mich nicht überzeugen.
Die Charaktere sind eindimensional, unauthentisch und uninteressant. Die Bewohner des "Safe Haven" sollen wohl geheimnisvoll und mysteriös wirken. Das gelingt aber leider nicht und es kommt höchstens zu einiger Verwirrung beim Lesen.
Spannung sucht man leider während eines Großteils der Handlung vergeblich. Der Plot ist langweilig und vorhersehbar. Er wirkt komplett konstruiert und das nicht mal gut, sondern sehr unglaubwürdig. Die Ereignisse plätschern nur so vor sich hin.
Auch das Thema Stalking wird eher oberflächlich behandelt und die Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht, die ein Opfer empfindet, sind bei mir einfach nicht angekommen.

Was macht einen guten Psychothriller -und so einer möchte dieses Buch ja offensichtlich sein- denn aus? Meiner Meinung nach sind das vielschichtige und komplexe Charaktere, eine dynamische Handlung mit vielen Verwicklungen, Irreführungen und Geheimnissen und eine düstrere Stimmung und rasante Ereignisse, die den Leser atemlos durch die Seiten fliegen lassen.
Nichts davon hat dieses Buch auch nur ansatzweise geschafft und mein Lesevergnügen hielt sich einigermaßen in Grenze, wenn ich es mal nett formulieren soll.


Fazit: 

Schwache Charaktere, langweilige Handlung und vorhersehbare Auflösung. Von der Lektüre von "Das Scherbenhaus" von Susanne Kliem würde ich eher abraten.


Biblio
Verlag: Carl's Books
Seiten: 336
Preis: 14,99€ (Taschenbuch),  9,99€ (eBook)

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Totenfang - Simon Beckett [Rezension]



Plauderecke: 

Was muss ein Buch für euch unbedingt mitbringen, damit es ein guter Psychothriller ist? 
Und war "Scherbenhaus" auch für euch so eine Enttäuschung?

Über mich


Hallöchen, ich bin Julia, 24, und der Bücherwurm hinter dem Blog Leselust.
Ich liebe Bücher, Kaffee, das Meer und Musik.
Wenn ihr mehr über mich wissen wollt, dann schaut bei Über mich vorbei.


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