Montag, 20. März 2017

Leipziger Buchmesse 2017 - Veranstaltungen

Bald geht es los: die Buchmesse in Leipzig öffnet diese Woche ihre Tore um all die Büchersüchtigen und Leseratten Willkommen zu heißen. Vier Tage lang können wir gemeinsam in die Welt der Bücher abtauchen, können durch Gänge voller Bücherstapel schlendern und sind den ganzen Tag umgeben von Unmengen bedruckter Seiten -ok, und sehr, wirklich sehr vielen Menschen. Aber das sind ja auch alles Buchliebhaber, von daher ist es schon in Ordnung.

Programm Veranstaltungen 2017 Lesungen Autoren


Das Programm steht schon eine Weile fest, und ich wollte euch mal einen kleinen Einblick in meine Pläne geben.
Natürlich ist nichts davon in Stein gemeißelt und ich bin auch immer ein Fan von Spontanität.
Aber für mich hat es sich als sehr praktisch erwiesen, schon mal eine grobe Übersicht zu haben, was es so an interessanten Veranstaltungen gibt und was ich auf keinen Fall verpassen darf.
Vielleicht ist ja auch der ein oder andere Veranstaltungstipp für euch dabei.

Veranstaltungen Tipps LBM LBM17



Programm Tipps Lesungen LBM LBM17


Bei den aufgeführten Terminen handelt es sich um eine Auswahl, die ich interessant fand. Hier findet ihr das vollständige Messeprogramm.
Ich habe hier bewusst nicht die geschlossenen Veranstaltungen und Bloggertreffen aufgeführt, weil diese Liste eine kleine Inspiration für alle Besucher sein soll. Aber natürlich werde ich auch das ein oder andere Event für Blogger besuchen.


Plauderecke:

Was sind eure Pläne für die Messe? Seid ihr schon ausgebucht, oder entscheidet ihr einfach spontan?
Ich möchte am liebsten alle meine lieben Blogger- Freunde treffen, also sagt doch Bescheid, falls ihr auch bei einer der Veranstaltungen sein werdet. Dann können wir Ausschau nach einander halten.


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Leipziger Buchmesse - Tipps und Tricks

Sonntag, 19. März 2017

Auf Null - Catharina Junk [Rezension]

Kurzmeinung:

Schon jetzt eins meiner Highlights 2017. Das Buch ist ganz anders, als andere Bücher aus dem SickLit Bereich. Herrlich sarkastisch, aber auch mit einem hohen Maß an Selbstreflexion nimmt uns die Protagonistin Nina mit auf ihren Weg zurück ins Leben. Und der ist gar nicht so leicht, denn wie soll man sich denn nun verhalten? Extra vorsichtig? Oder sich gerade wild und verrückt ins Leben stürzen? Und lohnt sich das alles überhaupt, wo doch der Krebs wahrscheinlich eh bald zurückkehren und sein Werk beenden wird? Und was passiert, wenn dann auf einmal auch noch Liebe mit im Spiel ist?

Bewertung: 5 Sterne

Verlag: Kindler (Rowohlt)
Seiten: 396
Preis: 19,95€ (Hardcover), 16,99€ (eBook), 9,99€ (Taschenbuch)

Klappentext:

Gesund – aber nicht geheilt. Das ist Ninas Diagnose nach überstandener Leukämie.
Für die Zwanzigjährige klingt das wie: Freu dich bloß nicht zu früh. Ohnehin hat die Krankheit alles verändert. Mit ihrer besten Freundin Bahar ist sie zerstritten, ihr Bruder ist streng gläubig geworden, und Nina würde eher einem Hütchenspieler vertrauen als ihrem eigenen Körper. Dann lernt Nina Erik kennen und ist schneller in ihn verliebt, als ihre Angst vor einem Rückfall es erlaubt. Aber wie soll Liebe funktionieren, wenn einem der Mut zum Leben fehlt? 


Zum Buch:

Ich habe schon einiges aus der "SickLit" Ecke gelesen und finde es oft sehr bewegend und inspirierend von dem Schicksal der Menschen und ihrem Kampf mit der Krankheit zu lesen. In letzter Zeit gab es da zum Beispiel "Mein bester letzter Sommer" von Anne Freytag oder das schon etwas ältere "Beim Leben meiner Schwester" von Jodi Picoult.
"Auf Null" von Catharina Junk ist da anders. Das Buch beginnt da, wo die anderen aufhören. Nina wird als geheilt aus dem Krankenhaus entlassen, das nach ihrer Leukämie Diagnose für ein Jahr zu ihrem neuen Wohnort wurde. Dabei war die 20-jährige doch nach Münster gekommen, um zu studieren. Doch die Krankheit hat ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Jetzt kann Nina nach Hause und ihr Leben weiterleben, das ja vorher irgendwie "auf Pause" stand und um das sie die letzten 12 Monate so hart gekämpft hat.
Doch so ganz traut die sie dem Frieden nicht. Wie soll sie sich auf ihren Körper plötzlich wieder verlassen, der sie doch vorher so schmerzlich verraten hat. Und wie soll sie einfach so weitermachen, wenn doch plötzlich nichts mehr sicher ist.
Wie soll sie mit dieser zweiten Chance umgehen?
Soll sie die Angst hinter sich lassen, und sich ins voll Leben stürzen? Verrückt sein, alles ausprobieren und nur noch genießen?
Oder soll sie jetzt besonders vorsichtig sein, sich vollkommen gesund ernähren und eine sinnstiftenden Job finden?


Meine Meinung:

Ja, in dem Buch geht um Krebs, beziehungsweise um das Leben nach Krebs und der Angst vor einem Rückfall. Und trotzdem erzeugt die Geschichte beim Leser keine bedrückte Stimmung. Im Gegenteil, ich musste oft schmunzeln oder sogar laut lachen. Der Humor in dem Buch trifft zu 100 Prozent meinen Geschmack und ich liebe die sarkastischen Sprüche, mit denen Nina die teils wirklich bescheuerten "Krebs- Bemerkungen" der anderen abschmettert. Dennoch reflektiert sie ihr Verhalten und fragt sich, ob sie durch ihren Sarkasmus und die bissigen Sprüche nur ein Mittel sind, um bloß niemanden zu nah an sich heranzulassen. Diese Balance fand ich großartig.
Ebenso die Beziehungen. Keine einzige Beziehung in diesem Buch ist klischeehaft.
Die beste Freundin, Bahar, mit der sich Nina zerstritten hat.
Die Schulfreundin, mit der sie sich aus Gewohnheit immer noch trifft, aber wo beide schließlich feststellen, dass sie sich eigentlich nichts mehr zu sagen haben.
Dann gibt es da noch die Romanze mit Erik, mit dem es einfach nicht so recht klappen will. Erik ist nicht der Held in schimmernder Rüstung, der Nina rettet und plötzlich ist alles gut. Nein, die beiden näheren sich ganz langsam, manchmal etwas ungeschickt an. Und Ninas Krankheit steht ihr hier wieder im Weg, da sie sich nicht traut, sich wirklich auf jemand anderen einzulassen, sich dieses Glück nicht zugesteht.
Besonders gelungen fand ich auch die Rolle von Ninas kleinem Bruder. Schnell wird klar, das Theo oft zu kurz gekommen ist, wenn die Eltern sich um Nina gekümmert und gesorgt haben. Theo flüchtet sich in die Religiosität und findet dort Anschluss und Geborgenheit. Seine Schwester hingegen kann zunächst nicht zu ihm durchdringen.
Obwohl die Geschichte mit viel Humor und Biss erzählt wird, ist mir an der ein oder anderen Stelle auch eine Träne über die Wangen gerollt, denn es ist eben ein schwieriges Thema und Verlust ist schmerzhaft. Auch das wird thematisiert, steht aber nicht so dramatisch und stark im Mittelpunkt, so dass ich mich als Leser gut darauf einlassen konnte und nicht emotional erpresst gefühlt habe.
Dieses Buch bietet eine ganze Bandbreite an Gefühlen und nimmt den Leser mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt. Dabei war ich die ganze Zeit so mitgerissen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Das ist der Autorin wirklich großartig gelungen.


Fazit: 

Auf Null von Catharina Junk -eine Geschichte, die bewegt und einen so schnell nicht loslässt. Die Mut und Hoffnung macht, aber auch die harten Seiten des Kampfes gegen den Krebs aufzeigt. Und verdeutlicht, dass dieser Kampf nach der Genesung noch lange nicht vorbei ist.
Ein Buch, das mal erfrischend anders an das Thema herangeht. Mit einer charmanten und glaubwürdigen Protagonisten, mit der man mitfiebert und mitleidet, die einen zum Lachen und zum Weinen bringt.


Mein herzlicher Dank gilt dem Rowohlt Verlag für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars.


Weitere Rezensionen zu dem Buch: 

Goldblatt (wegen der ich dieses Buch unbedingt lesen musste)
Lottas Bücher
Books in my world

Das könnte dich auch interessieren: 

Mein bester letzter Sommer - Anne Freytag (Rezension) 
Sophie, der Tod und ich - Thees Uhlmann (Rezension)


Plauderecke

Habt ihr das Buch auch schon gelesen? Konnte es euch auch so begeistern? Oder lest ihr überhaupt Bücher aus dem SickLit Genre?

Dienstag, 28. Februar 2017

Lesemonat || Februar

Was für ein toller Monat. Die Prüfungen sind (endlich!) vorbei und in den ersten 4 freien Tagen habe ich direkt zwei Bücher verschlungen. Aber auch während der Lernzeit bin ich ein bisschen zum Lesen gekommen und so habe ich in diesem kurzen Monat 6 Bücher gelesen, wobei ich eins leider abbrechen musste.
Ingesamt habe ich 2.784 Seiten gelesen, das sind knapp 100 Seiten am Tag.
Ich freue mich. Ich hab einiges von meinem SuB abgearbeitet. Da kann nächsten Monat die Leipziger Buchmesse mit ihren vielen tollen neuen Büchern ja kommen. ;)


Der Fröhliche Frauenhasser (Dr. Siri #6) -- Colin Cotterill (3 Sterne)

--> Wer meinen Blog schon länger verfolgt, der weiß, das ich diese Serie sehr gern lese. Die Kombination aus spannenden Fällen, Witz und Kultur finde ich einfach brillant. Und auch dieser Band hat mich nicht enttäuscht.

Klappentext: 
Dr. Siri Paiboun, einziger Leichenbeschauer in Laos und ebenso exzentrisch wie genial, steckt in der Klemme: Dass er die Wohnung seiner Angetrauten, Madame Daeng, der ihm von der Regierung zugewiesenen Bleibe vorzieht, ruft die laotische Bürokratie auf den Plan - und mit der ist nicht zu spaßen. Doch Siri hat keine Zeit, sich mit halsstarrigen Beamten herum zuschlagen: Die Arbeit ruft! Als auf seinem Seziertisch die Leiche einer jungen Frau landet, schlittert er prompt in seinen nächsten Kriminalfall. Denn das Mädchen wurde brutal ermordet. Der Killer hatte es an einen Baum gefesselt, gefoltert und schließlich erwürgt. Als Dr. Siri der Sache nachgeht, muss er feststellen, dass er es mit einer ganzen Serie von Frauenmorden zu tun hat. Und dass der Killer auch vor in Ehren ergrauten Pathologen nicht haltmacht …


Pretty Girls -- Karin Slaughter (3 Sterne) 

--> Ein fesselnder Psychothriller, der einen sofort packt, und nicht mehr loslässt. Der einem die menschlichen Abgründe aufzeigt und doch auch wieder alles in Frage stellt, was man glaubt über die Figuren zu wissen. 
Nur zum Ende hin hat die Spannung leider ziemlich nachgelassen. 

Klappentext:
März 1991. Nach einer Party kehrt die 19-jährige Julia nicht nach Hause zurück. Die eher halbherzig geführten Ermittlungen laufen ins Leere. Eine Leiche wird nie gefunden. Weder die Eltern noch die beiden Schwestern der Vermissten werden je mit dem Verlust fertig.
Vierundzwanzig Jahre später erschüttert eine brutale Mordserie den amerikanischen Bundesstaat Georgia. Und die frisch verwitwete Claire ist vollkommen verstört, als sie im Nachlass ihres verstorbenen Mannes brutales Filmmaterial findet, in dem Menschen ganz offensichtlich vor der Kamera auf grausame Weise ermordet werden. Eines der Opfer glaubt sie zu erkennen. Doch was hatte ihr verstorbener Mann damit zu tun? Wer war der Mensch wirklich, den sie über zwanzig Jahre zu kennen glaubte?
Claire begibt sich auf eine lebensgefährliche Spurensuche, die sie immer dichter an eine unfassbare Wahrheit führt. Und an den eigenen Abgrund.


Leselust Buchtipp Kunst Liebe Zwillinge

Ich gebe dir die Sonne -- Jandy Nelson (3,5 Sterne)

--> Ein tolles Jugendbuch (Rezension) voller Kunst und Farbe. Über Liebe, Familie, Verletzungen, Lügen und Vergebung. Ein Buch das zeigt, dass man die Menschen, die man liebt auch am meisten verletzen kann. Was Schweigen alles anrichten kann. Wie eine ganz normale Familie durch einen furchtbaren Schicksalsschlag zerbricht und sich entfremdet. Aber auch, wie sich die Personen dadurch entwicklen und daran wachsen.
Besonders die reiche Sprache hat mich sehr beeindruckt.

Klappentext: 
Am Anfang sind Jude und ihr Zwillingsbruder Noah unzertrennlich. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich Hals über Kopf in den neuen, faszinierenden Jungen von nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift entdeckt, in ihrer Freizeit Kopfsprünge von den Klippen macht und für zwei redet. Ein paar Jahre später sprechen die Zwillinge kaum ein Wort miteinander. Etwas ist passiert, das die beiden auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen, charismatischen Künstler...



Auf Null -- Catharina Junk (5 Sterne) (Jetzt als Taschenbuch mit dem Titel "Liebe wird aus Mut gemacht")


--> Schon jetzt eins meiner Highlights 2017. Das Buch ist ganz anders, als andere Bücher aus dem SickLit Bereich. Herrlich sarkastisch, aber auch mit einem hohen Maß an Selbstreflexion nimmt uns die Protagonistin Nina mit auf ihren Weg zurück ins Leben. Und der ist gar nicht so leicht, denn, wie soll man sich denn nun verhalten? Extra vorsichtig? Oder sich gerade wild und verrückt ins Leben stürzen? Und lohnt sich das alles überhaupt, wo doch der Krebs wahrscheinlich eh bald zurückkehren und sein Werk beenden wird? Und was passiert, wenn dann auf einmal auch noch Liebe mit im Spiel ist? 

Klappentext:
Gesund – aber nicht geheilt. Das ist Ninas Diagnose nach überstandener Leukämie.
Für die Zwanzigjährige klingt das wie: Freu dich bloß nicht zu früh. Ohnehin hat die Krankheit alles verändert. Mit ihrer besten Freundin Bahar ist sie zerstritten, ihr Bruder ist streng gläubig geworden, und Nina würde eher einem Hütchenspieler vertrauen als ihrem eigenen Körper. Dann lernt Nina Erik kennen und ist schneller in ihn verliebt, als ihre Angst vor einem Rückfall es erlaubt. Aber wie soll Liebe funktionieren, wenn einem der Mut zum Leben fehlt?



Das Nest -- Cynthia D'Aprix Sweeney (4 Sterne)

--> Bissig, ironisch und schonungslos ehrlich. Dieser Roman nimmt uns mit in die Welt der vier Plumb Geschwister, die, so unterschiedlich sie auch sein mögen, eines gemeinsam haben: das Warten auf "das Nest", das beachtliche Erbe, mit dem sie fest gerechnet haben. Und das sie als Lösung all ihrer Probleme ansehen. Doch was geschieht, wenn der Geldsegen plötzlich ausbleibt? 
Keiner der Charaktere ist wirklich sympathisch. Trotzdem, oder gerade deshalb hat mich die Autorin immer wieder zum Schmunzeln gebracht, wenn die die menschlichen Schwächen so präzise und ehrlich dargestellt werden. Gier, Egoismus, aber auch eine gewisse Naivität und Lebensfremdheit. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung! 

Klappentext: 
Melody, Jack, Bea und Leo sind Geschwister. Sie sind in ihren Vierzigern, stehen mitten im Leben und sie haben immer gewusst, sie würden eines Tages erben. Aber was, wenn die Erbschaft ausbleibt? Ein warmherziger, humorvoller und scharfsinniger Roman darüber, wie der Kampf ums Geld Lebensentwürfe und Familien durcheinanderbringen kann.
Mitten in der Finanzkrise brauchen alle dringend Geld. Melody, Hausfrau und Mutter, wachsen die Ausgaben für ihr Vorstadthäuschen und die Collegegebühren ihrer Töchter über den Kopf. Antiquitätenhändler Jack hat hinter dem Rücken seines Ehemanns das Sommerhaus verpfändet. Beatrice, erfolglose Schriftstellerin, will endlich ihr Apartment vergrößern. Doch kurz bevor das Erbe ausbezahlt wird, verwendet ihre Mutter es, um Playboy Leo aus einer Notlage zu helfen. Unfreiwillig wiedervereint, müssen die Geschwister sich mit altem Groll und falschen Gewissheiten auseinandersetzen. Aber vor allem müssen sie irgendwo frisches Geld auftreiben.



So, und dann noch ein Buch aus einer für mich äußerst seltenen Kategorie: 

Abgebrochene Bücher


Der Circle -- Dave Eggers (1 Stern)

--> Ich habe mir von diesem Buch viel versprochen. Die Idee fand ich wirklich sehr spannend, da der Anfang so einer Entwicklung ja schon heute zu sehen ist. Und ich hatte eigentlich auch richtig Lust auf eine gute Dystopie. Doch dann habe ich die Protagonistin Mae kennengelernt. Und die ist mir leider so unglaublich auf die Nerven gegangen. So naiv und unbedarft kann doch wirklich niemand sein. Und  auch die anderen Charaktere blieben blass und irgendwie langweilig. 
Im Nachhinein kann ich es gar nicht glauben, dass ich mich bis zur Hälfte des Buches durchgekämpft habe. Aber dann konnte ich es einfach nicht mehr ertragen. 
Einen Stern gibt's für die wirklich interessante Idee. Aber die Umsetzung ist meiner Meinung nach leider wirklich Missglückt.
Eine ausführlichere Rezension folgt. 

Klappentext:
Huxleys »Schöne neue Welt« reloaded: Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so ein Ziel der »drei Weisen«, die den Konzern leiten – wird es keinen Schmutz mehr geben im Internet und auch keine Kriminalität. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterneköche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles …
Mit seinem neuen Roman »Der Circle« hat Dave Eggers ein packendes Buch über eine bestürzend nahe Zukunft geschrieben, einen Thriller, der uns ganz neu über die Bedeutung von Privatsphäre, Demokratie und Öffentlichkeit nachden-ken und den Wunsch aufkommen lässt, die Welt und das Netz mögen uns bitte manchmal vergessen.

Samstag, 25. Februar 2017

Leipziger Buchmesse 2017 - Tipps und Tricks

In einem Monat öffnet die Leipziger Buchmesse wieder einmal ihre Tore für alle Literaturbegeisterten. Und wieder werden sich tausende Bücherwürmer auf den Weg machen und für ein paar Tage völlig in die Welt der Buchstaben abtauchen.
Den ganzen Tag zwischen Bücherstapeln umhergehen, von einer Lesung zur nächsten schweben -das ist natürlich der absolute Traum für jeden Lesesüchtigen.
Aber Achtung, für den perfekten Messebesuch gilt es auch einiges zu bedenken und beachten.
Ich habe für euch mal ein paar Tipps zusammengestellt. Manche sind vielleicht sehr offensichtlich, aber vielleicht hätte ja der ein oder andere nicht an diese oder jenes gedacht.


Tipps Tricks Vorbereitung Blogger Programm


Flache/ bequeme Schuhe

Den ganzen Tag gibt es viel zu entdecken auf dem großen Messegelände. Und alle Strecken werden natürlich zu Fuß zurückgelegt. Dann noch eine Weile in der Schlage stehen um das Autogramm des Lieblingsautors zu ergattern. Da können einem abends schon ganz schön die Füße schmerzen. Um es den Füßen so angenehm wie möglich zu machen, empfiehlt es sich, bequeme Schuhe anzuziehen.

Rucksack 

Nehmt zur Messe doch lieber einen Rucksack, statt einer Handtasche mit. Das ist angenehmer für den Rücken und schafft euch auch gleich persönlichen Freiraum. Das ist im Gedränge der Messe schon viel wert. Und selbst wenn ihr am Morgen denkt "Ach, so schwer ist meine Tasche doch gar nicht", über den Lauf des Tages wird sie sich immer schwerer anfühlen und dann ist es gut, die Last auf zwei Schultern verteilen zu können. Außerdem habt ihr dann auch gleich vviel Stauraum für neue Bücher.

Wasser

In den vollen Hallen kann die Luft schon mal ganz schön warm und stickig werden. Und wenn man den ganzen Tag unterwegs ist, ist es besonders wichtig, ans Trinken zu denken. Und da auf der Messe natürlich besondere Preise herrschen, ist es schlau, sich eine Wasserflasche in den Rucksack zu packen.

Snacks

Natürlich gibt es auf der Messe auch Essen zu kaufen. Aber das ist auch wieder ziemlich teuer. Außerdem gibt es das meiste nur in der Glashalle und es kann schon mal überdurchschnittlich lange dauern, sich seinen Weg von einer der Ausstellungsstände zur Haupthalle zu bahnen. Wenn euch also nach einer Lesung der kleine Hunger überfällt, dann ist es praktisch, einenApfel oder Müsliriegel dabei zu haben.

Geld 

Anders als auf der Frankfurter Buchmesse kann man in Leipzig jeden Tag Bücher kaufen. Und glaubt mir, beim Schlendern und bei Lesungen werden euch so einige Bücher ins Auge fallen, ohne die ihr fortan nicht mehr Leben könnt und die sofort in euren Besitz übergehen müssen. Da ist es schlecht fürs Konto, aber gut für euch, wenn ihr genug Geld dabei habt.
Jetzt sagt ihr vielleicht: "Ich kann mir die Bücher doch auch später zu Hause kaufen." Ja, könnt ihr natürlich. Aber so ein Buch von der Messe ist schon was Besonderes und immer eine Erinnerung, an das tolle Event. Und wenn ihr Glück habt, könnt ihr euch euer Exemplar gleich auch noch signieren lassen.

Autoren und Bücher

Das bringt mich gleich zum nächsten Tipp:
Ihr solltet vorher unbedingt schauen, welche Autoren da sind und welche ihr auf keinen Fall verpassen wollt.
Denn ist die perfekte Gelegenheit, euer Lieblingsbuch vom Autor signieren zu lassen. Also beim Packen nicht nur an Schuhe und Kleidung denken, sondern eventuell auch die Bücher mitnehmen, die ihr durch eine Unterschrift veredeln lassen wollt. Allerdings müsst ihr bedenken, dass ihr die Bücher dann auch den ganzen Tag mit euch rumschleppen müsst. Schließlich wollt ihr auch auf der Messe noch ordentlich zuschlagen. Da muss man vorher genau abwägen, ob die Unterschrift einem die Rückenschmerzen wert sind.

Programm planen

Außerdem solltet ihr euch vorher unbedingt das Programm anschauen und planen, zu welchen Veranstaltungen ihr umbedingt gehen möchtet.
Es wäre doch total ärgerlich, wenn ihr im Nachhinein rausfindet, dass der Lieblingsautor eine Lesung gegeben hat, und ihr hattet es einfach nicht auf dem Schirm. Deswegen nehmt euch ein paar Stunden Zeit und stöbert durch das Programm.
Tipp 1: plant euch aber auch mal freie Zeiten ein, in denen ihr euch einfach treiben lassen könnt und ohne Druck durch die Hallen stöbern könnt. Durch die ComicCon und die vielen Cosplayer gibt es auch immer viel zu gucken.
Tipp 2: plant auch unbedingt genug Zeit ein, um von A nach B zu kommen. Schaut euch am besten vorher auf dem Plan an, in welcher Halle und wo genau eure Wunschveranstaltung ist, und wo ihr danach hin wollt. Die Wege sind manchmal länger als man denkt und durch die Menschenmassen kommt man auch nicht immer so schnell voran, wie man gerne möchte. Um einen stressfreien Messebesuch zu gewährleisten ist es also ratsam, genug "Gehzeit" einzuplanen.


Stift und Papier für Notizen

Auf der Messe gibt es immer viele spannende Lesungen und Diskussionsrunden. Vielleicht seid ihr plötzlich inspiriert und habt die aufregendsten und erinnerungswürdigsten Gedanken. Oder ihr wollt euch die weisen Worte eurer Lieblingsautoren merken, um sie danach immer und immer wieder lesen zu können.
Für jeden dieser Fälle ist es praktisch, einen Stift und ein Notizbuch dabei zu haben. Zumindest wenn man so old-school ist, wie ich. Wenn ihr allerdings schon im Technik- Zeitalter angekommen seid, könnt ihr eure Notizen auch in euer Smartphone oder Tablet tippen. Einen Stift solltet ihr aber trotzdem dabei haben. Wie ärgerlich wäre es bitte, wenn ihr an einem berühmten Autor vorbeilauft und kein Autogramm bekommen könnt, weil keiner von euch einen Stift dabei hat?
Tipp für die Technik User: Nehmt euch sicherheitshalber eine Powerbank mit. Beim vielen Fotografieren all der aufregenden Momente geht eurem Smartphone schon schnell mal der Saft aus, und die wenigen Steckdosen sind natürlich immer besetzt, wenn man sie mal braucht.




Tipps für Blogger:

Ich bin dieses Jahr selbst das erste mal als Blogger auf der Buchmesse und schon ziemlich aufgeregt. Dennoch habe ich im Vorfeld schon ein paar Sachen mitbekommen, die man als Blogger beachten sollte und möchte auch dieses Wissen gerne mit euch teilen.

Extra Veranstaltungen für Blogger

Auf der Messe wird es einige spannende Workshops und Veranstaltungen geben, die speziell für Blogger gedacht sind und Themen wie Monetarisierung, Suchmaschinenoptimierung und auch rechtliche Aspekte des Bloggers abdecken.
Die Bloggersessions der Buchmesse finden zB am 26.03 statt. Ein Anmeldung ist erforderlich, euer Messeticket reicht zum Teilnehmen leider nicht. Aber bis zum 26.02 könnt ihr noch günstigere "Earlybird Tickets" ergattern.

Bloggertreffen

Ich freue mich schon unglaublich darauf, die vielen anderen Blogger, mit denen ich mich hier und auf Twitter so gerne austausche, endlich auch mal persönlich kennenzulernen. Und was bietet sich da besser an, als eines der zahlreichen Bloggertreffen.
Lovelybooks bietet so ein Treffen an (am Freitag von 14 bis 16 Uhr, Anmeldung erforderlich) und auch viele Verlage haben schon Termine für Bloggertreffen angegeben und Einladungen verschickt. Eine tolle Übersicht hat Philip von Book Walk für euch erstellt.

Visitenkarten 

Zum Networking mit Vertretern von Verlagen oder auch im Kontakt mit anderen Bloggern ist es praktisch, seine eigenen Visitenkarten dabeizuhaben. Das ist natürlich absolut kein Muss, aber ich bin schon sehr stolz auf meinen kleinen Blog und freue mich darauf, jedem der möchte eine Visitenkarte von meinem Blog in die Hand zu drücken. Da fühlt man sich doch gleich ganz professionell.



Plauderecke

So, das waren meine ersten Tipps und Tricks zum Messebesuch. Werdet ihr auch nach Leipzig fahren? Und habt ihr euren Messeaufenthalt schon geplant? Habt ihr vielleicht noch gute Tipps für mich? Dann immer ehr damit. Ich freu mich auf eure Kommentare. 

Donnerstag, 23. Februar 2017

Ich gebe dir die Sonne - Jandy Nelson [Rezension]

Leselust Jugendbuch Buchtipp Kunst Liebe Tod

Kurzmeinung:

Ein tolles Jugendbuch voller Kunst und Farbe. Über Liebe, Familie, Verletzungen, Lügen und Vergebung.

Bewertung: 3,5 Sterne

Verlag: cbt
Seiten: 480
Preis: 17,99€ (Hardcover)  13,99€ (eBook)

Klappentext:

Am Anfang sind Jude und ihr Zwillingsbruder Noah unzertrennlich. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich Hals über Kopf in den neuen, faszinierenden Jungen von nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift entdeckt, in ihrer Freizeit Kopfsprünge von den Klippen macht und für zwei redet. Ein paar Jahre später sprechen die Zwillinge kaum ein Wort miteinander. Etwas ist passiert, das die beiden auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen, charismatischen Künstler ...

Meine Meinung:

Zum Inhalt will ich gar nicht mehr so viel sagen, um den Lesern nichts von der Geschichte vorwegzunehmen.
Es geht also um ein Zwillingspaar, die sich so nahe stehen, dass schon die Rede von NoahundJude ist. Sie können fühlen, was der andere fühlt. Wissen, was der andere denkt. Zumindest mit 13 ist das so. Drei Jahre später gehen sie sich aus dem Weg und reden kaum miteinander. Ihre Verbindung haben sie verloren.
Noah hat eine große künstlerische Begabung und geht völlig in der Kunst auf. Er lebt in seiner eigenen Welt und zeichnet ständig in seinem Kopf. Das macht ihn auch ein wenig zum Sonderling und er wird des Öfteren Opfer der "coolen Kids" und ihrem Spott.
Jude ist ein echter Wildfang, surft, hängt mit den Älteren ab und geht auf Parties und flirtet mit jedem Jungen.
Doch drei Jahre später haben sich beide völlig verändert. Die Entwicklung der Figuren ist wirklich sehr interessant und das man am am Anfang noch nicht weiß, was Auslöser dafür war, macht es noch spannender.

Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Noah und Jude erzählt. Dabei wird die Geschichte in zwei Zeitebenen unterteilt, da wir in Noahs Kapiteln die Ereignisse geschildert bekommen, als die Zwillinge 13 bis 14 Jahre alt waren. In Judes Abschnitten erfahren wir, wie das Leben der Zwillinge drei Jahre später, mit 16 Jahren, aussieht. Das fand ich sehr interessant und diese strenge Verknüpfung von Perspektive und Zeitebene habe ich auch bisher in keinem anderen Buch so gelesen. Allerdings waren mir gerade zu Anfang die Kapitel etwas zu lang. Nachdem ich so lange Teil von Judes Geschichte war, viel es mir dann erstmal schwer, wieder in Noahs Abschnitt reinzufinden, und umgekehrt.

Etwas anderes, was an "Ich gebe dir die Sonne" wirklich sehr besonders ist, ist der Schreibstil. Jandy Nelson benutzt eine sehr metaphernreiche, bildhafte Sprache. Daran musste ich mich am Anfang erst gewöhnen, doch schnell habe ich diesen besonderen Stil lieben gelernt und mich davon bezaubern lassen.

"Am liebsten würde ich die Hand meines Bruders packen und mit ihm durch die Zeit zurücklaufen, dabei die Jahre abstreifen wie Mäntel, die uns von den Schultern fallen
(aus "Ich gebe dir die Sonne von Jandy Nelson, S. 51 (eBook)) 

Starke Charaktere 

Ich habe das Buch wirklich gern gelesen. Nicht nur wegen der schönen Sprache, sondern auch, weil mir die Protagonisten gleich sympathisch waren. Beide sind sie ganz speziell und heben sich von dem 0-8-15 Jugendbuchcharakter ab. Beide sind sie auf ihre eigene Art und Weise etwas verrückt und etwas anders. Und beide haben sie manchmal damit zu kämpfen, sich selbst treu zu sein und sich nicht zu verlieren. Sie sind versucht sich zu verbiegen, um sich anzupassen. Um dann aber schließlich doch sie selbst zu bleiben.
Das ist eine wunderbare Botschaft, die das Buch sendet: Das es ok ist, so zu sein, wie man ist. Auch wenn man vielleicht ganz andere ist, als all die anderen. Das gerade das dem Leben auch die besondere Farbe geben kann. Es ist ok, auch mal von seinem Weg abzukommen, solange man immer versucht, wieder zurück zu gelangen.

Liebesgeschichte 

Außerdem gibt es in dem Buch natürlich auch noch eine ordentliche Portion Liebe und Herzschmerz.
Mein persönliches Highlight war dabei der Engländer. Ich selbst habe eine Schwäche für den britischen Akzent und konnte Jude sehr gut verstehen, als sie diesen mehrmals im Buch besonders herausstreicht.

"Warum hören sich Engländer eigentlich immer schlauer an als alle anderen? So als müssten sie für einen simplen Gruß schon den Nobelpreis einheimsen?"
(aus: Ich gebe dir die Sonne von Jandy Nelson, S. 142 (eBook))

[Achtung: Spolier]

Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass mir das Ende zu perfekt ist. Ich saß beim Lesen zwar da und musste übers ganze Gesicht grinsen, weil alles einfach so schön war. Aber, und das ist jetzt nicht böse gemeint, als kritischer Leser muss ich sagen, dass diese sonst sehr "echte" Geschichte ein etwas weniger schablonenhaftes Ende verdient hätte. Und ja, ich weiß, dass es sich bei "Ich gebe dir die Sonne" um ein Jugendbuch handelt. Aber die müssen ja auch nicht immer mit "Glitzer, Sonnenschein und Happy Ever After" enden, oder?

Fazit:

Ich gebe dir die Sonne -ein Buch das zeigt, dass man die Menschen, die man liebt, auch am meisten verletzen kann. Was Schweigen alles anrichten kann. Wie eine ganz normale Familie durch einen furchtbaren Schicksalsschlag zerbricht und sich entfremdet. Aber auch, wie sie sich dadurch entwicklen und daran wachsen.
Besonders die reiche Sprache hat mich sehr beeindruckt und auch das große Thema Kunst ist meiner Meinung nach gut verarbeitet und ich habe noch so einiges gelernt.
Ein fast perfektes Jugendbuch.


Weitere Rezensionen findet ihr hier: 

Myri liest

Sternenbrise

Influenza Bookosa


Mein herzlicher Dank gilt dem cbt Verlag und dem Bloggerportal für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars. 


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Vom Ende der Einsamkeit - Benedict Wells [Rezension]

Leselust Rezension Buchtipp Liebesgeschichte

Kurzmeinung

Ich bin mit extrem hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen, da es ja so unglaublich gehyped wurde. Die Geschichte ist sehr einfühlsam und oft fast schon philosophisch erzählt. Sie handelt von Liebe, Familie, Freundschaft. Von verpassten Gelegenheiten und zweiten Chancen. Und von Menschen, mit all ihren Eigenarten und Fehlern. Ein tolles Buch, das mich aber nicht ganz so umgehauen hat, wie viele andere.

Bewertung: 4 Sterne 


Verlag: DiogenesSeiten: 368 | Preis: 22,00€ (Hardcover)

Klappentext

»Eine schwierige Kindheit ist wie ein unsichtbarer Feind: Man weiß nie, wann er zuschlagen wird.« Jules und seine beiden Geschwister wachsen behütet auf, bis ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen. Als Erwachsene glauben sie, diesen Schicksalsschlag überwunden zu haben. Doch dann holt sie die Vergangenheit wieder ein. Ein berührender Roman über das Überwinden von Verlust und Einsamkeit und über die Frage, was in einem Menschen unveränderlich ist. Und vor allem: eine große Liebesgeschichte.

Zum Buch 

Im Zentrum der Geschichte stehen die drei Geschwister Jules, Marty und Liz. Wir begleiten sie von ihrer Kindheit an bis ins Erwachsenenalter. Am Anfang gibt uns das Buch einen Einblick in das alltägliche Leben der Familie, in die Beziehung der Geschwister untereinander und zu den Eltern. Vertrautheit, Nähe und Wärme, aber auch Spannungen und Missgunst.
Doch das Leben der Geschwister gerät jäh aus den Fugen, als ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen. Die drei Vollwaisen kommen erst zu ihrer Tante und dann auf ein Internat. Und jeder geht ganz anderes mit dem Verlust um. Marty zieht sich zurück und verbringt die Tage vor den Computer, Liz flüchtet sich in Drogen und Männergeschichten. Und Jules, der eigentlich die Nähe seiner Geschwister sucht, ist auf sich allein gestellt und fühlt sich einsam. Bis er eine enge Freundschaft mit Alva, einem Mädchen aus seiner Klasse, eingeht. Und schnell wird klar, dass die beiden mehr verbindet, als nur Freundschaft.

Meine Meinung

Von Anfang an wird man als Leser in die Geschichte hineingezogen. Nach und nach werden die drei Geschwister feinfühlig vorgestellt und sorgfältig weiterentwickelt. Ich habe schnell einen Eindruck von den einzelnen Personen bekommen, von der Dynamik zwischen ihnen und wie sie sich unter welchen Umständen entwickeln.
Stellenweise wurde es mir dann aber ein bisschen zu pathetisch. Die Geschichte flaut zwischendurch etwas ab, plätschert nur so dahin.
Die Gedankengänge sind teilweise wirklich tiefgründig und regen zum Nachdenken an. Manche Phrasen haben mich als Leser beeindruckt und noch lange nach dem Lesen verfolgt.
Dann allerdings gab es auch hier wieder Passagen, wo dieses Tiefgründige etwas gezwungen wirkt und ins pseudo- philosophische abgleitet. So war zumindest mein Eindruck.
Die Liebesgeschichte zwischen Jules und Alva fand ich wunderschön. Es hat mich einige Nerven gekostet, dass sie sich so viele Jahre immer wieder verpasst haben, und ich habe mit ihnen gelitten und mit ihnen gefiebert, wann diese Liebenden endlich zueinander finden, wo sie doch so offensichtlich füreinander geschaffen waren. In der Beschreibung dieser Beziehung hat sich der Autor wirklich selbst übertroffen und allein dafür ist das Buch lesenswert.

Fazit 

Ich kann verstehen, was viele an "Vom Ende der Einsamkeit" so begeistert hat. Benedict Wells erzählt die Geschichte mit großer Ruhe und ich war stellenweise völlig gefangengenommen vom Fluss der Handlung, der Echtheit der Charaktere und der zauberhaften Liebesgeschichte. Aber dann gab es eben leider auch immer wieder Stellen, die sich eher mühsam gelesen haben und Passagen, die im Gesamtkonzept für mich nicht ganz stimmig waren.
Ein starkes Buch, für mich aber nicht überragend.


Mein herzlicher Dank gilt dem Diogenes Verlag für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars. 

Sonntag, 12. Februar 2017

Neuerscheinungen 2017 -Teil 2

Wie versprochen gibt es nun den zweiten Teil der Neuerscheinungen. Während der letzte Post ausschließlich Neuerscheinungen im Frühjahr 2017 gelistet hat, sind diesmal auch Bücher dabei, auf die wir noch eine ganze Weile hin fiebern müssen. Aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.
Also auf zu Runde 2. Viel Spaß beim Stöbern.




Das geträumte Land -- Imbolo Mbue 

Erscheint am 16.02.2017 im KiWi Verlag 

Klappentext:
Imbolo Mbues hochgelobtes Debüt erzählt die unvergessliche Geschichte zweier Familien unterschiedlicher Herkunft, die in New York kurz vor der Bankenkrise aufeinandertreffen. Die Lehman-Brothers-Pleite bringt nicht nur ihr Leben, sondern auch ihr Wertesystem gehörig durcheinander.

Jende Jonga hat es endlich geschafft, seine Frau und seinen kleinen Sohn aus Kamerun nach Amerika zu holen. Das Glück scheint komplett, als Jende den Job als Chauffeur von Clark Edwards, einem Manager der Lehmann Brothers Bank, ergattert. Und Mrs Edwards engagiert Jendes Frau sogar als Haus- und Kindermädchen in ihrem Sommerhaus in den Hamptons. Die beiden Familien könnten unterschiedlicher nicht sein und wollen doch dasselbe: ihren Kindern eine gute Zukunft bieten. Allerdings ist das Leben der Bankerfamilie längst nicht so perfekt und glamourös, wie es zunächst scheint. Als Lehman Brothers pleitegeht, ist die Fassade nicht mehr aufrechtzuerhalten.

Die Jongas versuchen verzweifelt, Jendes Job zu retten – auch um den Preis ihrer Ehe. Das Leben der beiden Paare wird dramatisch auf den Kopf gestellt und Jende sieht sich gezwungen, eine unmögliche Entscheidung zu treffen.

Deshalb habe ich Leselust:
Ein Roman über Familie, Immigration, Heimat und Gesellschaft. Das sind Themen, die uns alle angehen und uns bewegen. Ich freue mich auf eine hoffentlich anregende Lektüre.



Der Club -- Takis Würger

Erscheint am 03.03.2017 im Kein & Aber Verlag

Klappentext:
Hans Stichler stammt aus einfachen Verhältnissen. Als ihm seine einzige Verwandte ein Stipendium für die Universität in Cambridge vermittelt und er als Gegenleistung dort ein Verbrechen aufklären soll, weiß er noch nicht, worauf er sich einlässt. Er schafft es, Mitglied im elitären Pitt Club zu werden, und verliebt sich in Charlotte, die ihn in die Bräuche der Snobs einweiht. Schon bald muss er feststellen: Vor der Kulisse alter Chesterfield-Sessel, kristallener Kronleuchter, Intarsienmöbel und Tiertrophäen ereignen sich Dinge, über die keiner spricht. Und auch Charlotte scheint etwas zu verbergen. Hinter den schweren Türen des legendären Pitt Clubs wird Hans vor die Wahl gestellt, ob er das Falsche tun soll, um das Richtige zu erreichen.

Deshalb hab ich Leselust: 
Ach, ich bin ja ein großer England Fan und mein geheimer Traum wäre es, selbst in Cambridge zu studieren. Oder Oxford -ich will ja nicht zu wählerisch sein ;)
Dieser Roman reizt mich also schon allein wegen seines Settings. Aber auch die Story hört sich sehr interessant an. Elitäre Clubs, eine Romanze, Geheimnisse. Ich freue mich richtig auf dieses Buch.



Selfies -- Jussi Adler Olsen

Erscheint am 10.03.17 bei dtv

Der siebte Fall für Carl Mørck und sein Sonderdezernat Q.

Klappentext:
Vizepolizeikommissar Carl Mørck wird zur Aufklärung eines brutalen Todesfalls von der Mordkommission in Kopenhagen hinzugezogen. Wie sich herausstellt, gibt es eine Verbindung zu einem mehrere Jahre zurückliegenden und ausgesprochen brisanten cold case, aus dem sich schwerwiegende Konsequenzen für die aktuellen Ermittlungen ergeben. Ausgerechnet jetzt geht es Carls Assistentin Rose sehr schlecht. Sie wird von grauenhaften Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit heimgesucht. Rose kämpft mit aller Macht dagegen an – und gegen das Dunkel, in dem sie zu ertrinken droht. Welche Rolle spielen die jungen Frauen Michelle, Jasmin und Denise, die sich zu einem starken und hochexplosiven Kleeblatt verbündet haben?

Deshalb hab ich Leselust:
Ich bin seit dem ersten Buch ein Fan und habe das chaotische Ermittlerteam schon sehr ins Herz geschlossen. Außerdem hat mich bis jetzt noch kein Fall enttäuscht. Klar freue ich mich da auf die nächsten spannenden Aufgaben für Carl, Assad und Co.



Alles, was ich nicht erinnere -- Jonas Hassen Khemiri

Erscheint am 13.03.2017 bei DVA

Klappentext:
Samuel hat so viele Gesichter, wie ihn Menschen kennen. Nun lebt er nur noch in der Erinnerung aller, und jeder erinnert sich anders an diesen schmächtigen jungen Mann, der ein fürsorglicher Enkel, großzügiger Freund und hingebungsvoller Liebhaber war – bis zu jenem Tag, an dem er den alten Opel seiner Großmutter in voller Fahrt gegen einen Baum lenkt. War es ein Unfall oder Selbstmord? Die einen sagen, dass Samuel sich hat rächen wollen an seiner großen Liebe Laide, die sich nun immer an ihn erinnern muss. Die anderen sagen, dass das alles nie passiert wäre, hätte sich Samuels bester Freund, der geldgierige Vandad, nicht eingemischt. Was nur ist tatsächlich passiert?
›Alles, was ich nicht erinnere‹ ist wie eine rasante Fahrt durch das heutige Stockholm, bei der Schicksale aufeinanderprallen. So setzt sich ein facettenreiches Bild zusammen von einem Menschen auf der Flucht vor sich selbst – ein mitreißender Roman über Gewalt und Liebe, Leidenschaft und Verlust in unserer hypersensiblen Zeit.

Deshalb hab ich Leselust: 
Auch dieser Roman verspricht wieder interessante Themen anzusprechen. Wie erinnern sich die Menschen an einen Verstorbenen? Was kann eine Person dazu treiben, freiwillig aus dem Leben scheiden zu wollen? Wie gehen Freunde und Familie damit um? Einige dieser Frage kann das Buch vielleicht beantworten -zumindest aus Sicht des Autors.



Der erste Stein -- Carsten Jensen

Erscheint am 13.03.2017 im Knaus Verlag

Klappentext: 
Der große Antikriegsroman von einem der schärfsten Gegner des militärischen Engagements des Westens in Afghanistan
In einem Militärcamp in Afghanistan trifft ein Zug dänischer Soldaten ein, 24 Männer und die Soldatin Hannah unter Führung des charismatischen Rasmus Schrøder. Alle sind hochmotiviert, hervorragend ausgebildet und abenteuerhungrig. Doch die Tage fließen monoton dahin, bis durch eine Landmine zwei Männer sterben und eine sich immer schneller drehende Spirale der Gewalt in Gang setzt. Als schließlich Schrøder die Truppe verrät, gerät alles außer Kontrolle.
„Der erste Stein“ ist ein großes Epos über Menschen in den Fängen des Krieges und über Freundschaft, Liebe, Verrat und den Tod.

Deshalb habe ich Leselust:
Krieg und Tod ist in den Medien immer präsent. Was Menschen anderen Menschen antuen ist eigentlich unbegreiflich. Dennoch werden wir jeden Tag mit einer Flut solcher Meldungen überschwemmt, so dass man manchmal vielleicht fast schon dagegen abstumpft. Und in diesen Zeiten erscheint dieser Antikriegsroman. Ich verspreche mir Einblicke in die Dynamik innerhalb einer militärischen Einheit. Die Atmosphäre in so einer Krisensituation. Und in die psychischen Belastungen für die Soldaten. 
Besonders freue ich mich, dass der Autor auch auf der Leipziger Buchmesse sein wird. Ich bin schon sehr gespannt darauf, was er noch so zu seinem Buch zu sagen hat. Da wird es sicherlich die ein oder andere interessante Diskussion geben.



AchtNacht -- Sebastian Fitzek

Erscheint am 14.03.2017 im Droemer- Knaur Verlag

Klappentext: 
Es ist der 8. 8., acht Uhr acht. Sie haben 80 Millionen Feinde. Werden Sie die AchtNacht überleben?

Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie. Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen. In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen. Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei. Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.
Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst. Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief. Und Ihr Name wurde gezogen!

Deshalb habe ich Leselust:
Ich habe ja tatsächlich noch nie einen Fitzek gelesen, wollte das aber schon lange mal ändern. Und dafür scheint dieses Buch der perfekte Anlass zu sein. Die Idee klingt sehr spannend, finde ich. Nur ein bisschen schade, dass das Buch nicht am 08.08 erscheint ;) 



Transition – Das Programm -- Luke Kennard

Erschient am 03.04.2017 im Droemer Knaur Verlag 

Klappentext: 
Karl und Genevieve, beide Anfang 30, sind überqualifiziert und hoch verschuldet, wissen nicht weiter. Überraschend bekommt das junge Paar das verlockende Angebot, an einem Pilotprogramm namens Transition teilzunehmen. Dahinter steckt eine wohltätige Organisation, die desillusionierten Großstädtern wieder auf die Füße helfen will. Einzige Bedingung: Die Testpersonen müssen sechs Monate bei ihren Mentoren wohnen und sämtliche Anweisungen befolgen. 
Während sich Genevieve voller Begeisterung in das Coaching stürzt, steht Karl dem ganzen Vorhaben skeptisch gegenüber. Was steckt wirklich hinter dieser ominösen Organisation, die jede Öffentlichkeit meidet? Und führt die permanente Selbstoptimierung tatsächlich zu etwas Gutem? 

Deshalb habe ich Leselust: 
Ab und zu habe ich total Lust auf eine Utopie oder Dystopie und der Ansatz der Selbstverbesserung schwingt ja in unserer heutigen Zeit schon mit -manchmal latent, manchmal auch recht aufdringlich.
In diesem Roman jetzt konsequent umgesetzt und zu einer umfassenden gesellschaftlichen Ausrichtung ausgeweitet -das kann ich mir sehr spannend vorstellen. 



Vom Ende an -- Megan Hunter 

Erscheint am 18.05.2017 im C.H. Beck Verlag 

Klappentext: 
Eine Frau, die Erzählerin, bekommt ihr erstes Kind. Gleichzeitig sucht eine gewaltige Naturkatastrophe das Land heim. Eine Flut überschwemmt weite Teile Englands, Feuer brechen aus. Die Frau und ihr Gefährte müssen mit ihrem kleinen Sohn den Ort verlassen, Zuflucht suchen, sich auf eine Insel flüchten. Die kleine Familie wird getrennt. Der Schrecken eines sich steigernden Umweltdramas und die Intimität und das Glück einer Mutter-Kind-Liebe entfalten sich parallel. Mit den Augen eines Neugeborenen wird eine Welt entdeckt, die sich zugleich womöglich zu verabschieden droht.

Deshalb habe ich Leselust: 
Womit wir wieder bei Dystopie wären. Ein neues Leben entsteht mitten unter den widrigsten Umständen. Das Gegenüberstellen vom neuen Leben und dem Untergang der ganzen Welt. Ich finde, das klingt nach einem ganz interessanten Konzept. Mal sehen, was die Autorin daraus macht. 



Als wir unbesiegbar waren -- Alice Adams

Erscheint am 19.06.2017 im Dumont Buchverlag

Klappentext: 
An der Universität sind Eva, Benedict, Sylvie und Lucien unzertrennlich. Als sie Ende der Neunzigerjahre ihr Studium beenden, glauben sie sich am Beginn eines aufregenden Lebens. Die Welt wird für sie nur das Beste bereithalten. Eva plant eine Karriere im Finanzbusiness. Sie will sich sowohl von ihrem Vater, einem bekennenden Sozialisten, als auch von ihrer unerwiderten Liebe zu Lucien befreien. Benedict verschreibt sich der Wissenschaft und hofft weiterhin, Eva für sich zu gewinnen – auch wenn er nicht so genau weiß wie. Die Geschwister Sylvie und Lucien dagegen
streben vor allem eines an: ein freies Leben ohne Verpflichtungen und Verantwortung.
Doch im Laufe der Jahre sehen die Freunde sich nur noch sporadisch, alle vier sind damit beschäftigt, ihre Träume und Pläne, die das Leben zu vereiteln scheint, zu retten. Zerbrochene Beziehungen und verhinderte Karrieren bringen sie schließlich wieder zusammen, jedoch ganz anders, als sie es sich vorgestellt hatten. Alice Adams hat mit ›Als wir unbesiegbar waren‹ einen berührenden Roman über Freundschaft, Liebe und Treue geschrieben.

Deshalb habe ich Leselust: 
Es ist zwar leider noch eine ganze Weile hin, aber ich finde, dieses Buch sollte man sich trotzdem schon mal merken. Es klingt nach einer Geschichte ganz nah am alltäglichen Leben, ganz nah an echten Menschen, mit ihren Fehlern und Träumen. Ich bin schon sehr gespannt auf diesen Debütroman. 



Origin -- Dan Brown

Erscheint am 04.10.2017 bei Bastei Lübbe

Der fünfte Fall für den Symbologen Professor Robert Langdon

Klappentext:
Auch in seinem jüngsten Werk wird Dan Brown gemäß seinem Erfolgsrezept geheime Codes, Wissenschaft, Religion, Geschichte, Kunst und Architektur miteinander verknüpfen. In ORIGIN wird der Symbolforscher Robert Langdon mit den beiden ewigen und entscheidenden Fragen der Menschheit konfrontiert und mit einer bahnbrechenden Entdeckung, die diese Fragen beantworten könnte.

Deshalb hab ich Leselust:
Ja gut, das Klappentext sagt uns jetzt noch nicht so viel über die Handlung. Aber ich habe bis jetzt jeden Brown Thriller um Professor Langdon verschlungen und deswegen fiebere ich auch jetzt schon auf das neue Buch hin. Die Kombination aus Spannung, Kunst, Geschichte und schönen Orten finde ich einfach super. 


Plauderecke: 

Auf welches Buch wartet ihr schon sehnsüchtig? Ist vielleicht auch eins von diesen dabei?


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